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Vergleich

Notion vs Obsidian vs AFFiNE

Notizen, Wissensmanagement, Projektplanung – und jetzt auch KI. Alle drei Tools haben in den letzten Monaten KI-Funktionen integriert, gehen dabei aber völlig unterschiedliche Wege. Notion setzt auf Cloud und KI als eingebauten Assistenten, Obsidian auf lokale Dateien und ein Plugin-Ökosystem, AFFiNE auf Open Source mit Self-Hosting-Option. Wir vergleichen die drei Ansätze.

Vergleich auf einen Blick

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Notion, Obsidian und AFFiNE.

Kriterium Notion Obsidian AFFiNE
Ansatz All-in-One Workspace Lokaler Markdown-Editor Open-Source Workspace
Datenspeicherung Cloud (US-Server) Lokal (eigene Dateien) Lokal oder Self-Hosted
KI-Funktionen Eingebaut (Notion AI) Über Plugins Eingebaut
Lokale KI möglich Nein Ja (via Ollama-Plugins) Ja (Self-Hosted)
Datenbanken Ja (umfangreich) Nein (via Plugins) Ja
Whiteboards Nein Ja (Canvas) Ja (eingebaut)
Team-Zusammenarbeit Sehr gut Eingeschränkt Gut (Cloud/Self-Hosted)
DSGVO-konform Eingeschränkt Ja (lokal) Ja (Self-Hosted)
Open Source Nein Nein (Plugins: ja) Ja
Preis Freemium, AI ab $10/Monat Kostenlos (persönlich) Kostenlos (Self-Hosted)

Notion – Der All-in-One Workspace

Notion vereint Notizen, Datenbanken, Wikis und Projektmanagement in einem Tool. Die Stärke liegt in der Flexibilität: Du kannst Notion als einfaches Notizbuch nutzen oder als komplettes Projektmanagement-System mit verknüpften Datenbanken, Kanban-Boards und Automatisierungen aufbauen. Für Teams ist Notion dank Echtzeit-Zusammenarbeit und geteilten Workspaces besonders attraktiv.

Mit Notion AI gibt es einen eingebauten KI-Assistenten, der Texte zusammenfasst, übersetzt, generiert und Fragen zu deinen Dokumenten beantwortet. Die KI-Funktionen sind direkt im Editor verfügbar und funktionieren gut, kosten aber zusätzlich ($10/Monat pro Nutzer). Der größte Nachteil: Notion speichert alle Daten auf US-Servern. Für Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben ist das ein Problem.

Vorteile

  • Vielseitigster Workspace: Notizen, Datenbanken, Wikis, Projekte
  • Starke Team-Zusammenarbeit in Echtzeit
  • KI-Assistent direkt im Editor integriert
  • Großes Ökosystem mit Templates und Integrationen

Nachteile

  • Daten auf US-Servern – nicht DSGVO-konform
  • KI-Funktionen kosten extra ($10/Monat)
  • Vendor Lock-in: Export nicht verlustfrei
  • Offline-Funktionalität eingeschränkt

Obsidian – Lokales Wissen, deine Kontrolle

Obsidian speichert alles als Markdown-Dateien auf deiner Festplatte. Kein Cloud-Zwang, kein Vendor Lock-in – deine Notizen gehören dir. Das klingt simpel, hat aber weitreichende Folgen: Du kannst deine Daten jederzeit mit anderen Tools öffnen, versionieren (z.B. mit Git) oder auf beliebigen Cloud-Speichern synchronisieren.

Die eigentliche Stärke von Obsidian liegt im Plugin-Ökosystem mit über 1.500 Community-Plugins. Für KI-Funktionen gibt es Erweiterungen wie Local GPT oder Copilot, die lokale Modelle über Ollama einbinden. Damit wird Obsidian zum KI-gestützten Wissensmanagementsystem – DSGVO-konform, weil alle Daten lokal bleiben. Für Einzelpersonen ist Obsidian komplett kostenlos. Team-Funktionen wie Sync und Publish kosten extra.

Vorteile

  • Lokale Markdown-Dateien: kein Vendor Lock-in
  • Über 1.500 Plugins, inklusive KI-Erweiterungen
  • DSGVO-konform (lokale Datenhaltung)
  • Kostenlos für persönliche Nutzung

Nachteile

  • KI-Funktionen erfordern Plugin-Einrichtung
  • Keine nativen Datenbanken wie bei Notion
  • Team-Zusammenarbeit nur über Workarounds
  • Steilere Lernkurve als Notion

AFFiNE – Open Source mit allem drin

AFFiNE will das Beste aus Notion und Obsidian vereinen: Ein vielseitiger Workspace mit Dokumenten, Datenbanken und Whiteboards – aber Open Source und self-hosted. Die Desktop-App funktioniert auch komplett offline, und per Docker kannst du AFFiNE auf eigenen Servern betreiben. Damit bleibt die volle Kontrolle über die Daten bei dir.

Die eingebaute KI generiert, fasst zusammen und übersetzt Texte direkt im Editor – ohne zusätzliche Kosten bei Self-Hosting. Die Whiteboard-Funktion macht AFFiNE besonders interessant für visuelle Planung und Brainstorming. Das Tool ist allerdings jünger als Notion und Obsidian, weshalb das Ökosystem an Plugins und Integrationen noch deutlich kleiner ist.

Vorteile

  • Open Source mit Self-Hosting-Option
  • Dokumente, Datenbanken und Whiteboards in einem Tool
  • KI-Funktionen eingebaut, keine Extrakosten
  • Offline-fähige Desktop-App

Nachteile

  • Noch junges Projekt, kleineres Ökosystem
  • Weniger Integrationen als Notion
  • Self-Hosting erfordert technisches Wissen
  • Weniger ausgereift als Notion bei Datenbanken

Wann welches Tool?

Unsere Empfehlung je nach Ausgangslage und Anforderung.

1

Für Teams und Vielseitigkeit

Dein Team braucht einen gemeinsamen Workspace für Notizen, Projekte und Datenbanken, und Datenschutz ist kein K.O.-Kriterium? Notion bietet die ausgereifteste Lösung mit der besten Team-Zusammenarbeit und dem größten Ökosystem.

2

Für Datenschutz und Eigenständigkeit

Deine Daten sollen lokal bleiben, und du willst volle Kontrolle über dein Wissensmanagement? Obsidian eignet sich dafür am besten – besonders in Kombination mit Ollama für lokale KI-Funktionen.

3

Für Open Source und Self-Hosting

Du suchst eine Notion-Alternative, die du selbst hosten kannst, mit eingebauter KI und Whiteboard-Funktion? AFFiNE kombiniert das Beste aus beiden Welten – noch im Aufbau, aber mit großem Potenzial.

Tipp: Für Unternehmen im Gesundheitswesen, in der Produktion oder mit sensiblen Kundendaten empfehlen wir grundsätzlich lokale Lösungen. Obsidian mit Ollama-Integration oder AFFiNE auf dem eigenen Server sind hier die sichersten Optionen. Mehr dazu in unserer Beratung.

Häufige Fragen

Welche Notiz-App ist die beste?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Notion ist die vielseitigste Lösung für Teams, Obsidian bietet die meiste Kontrolle über deine Daten und AFFiNE kombiniert beides als Open-Source-Alternative. Für DSGVO-konforme Nutzung sind Obsidian und AFFiNE (self-hosted) die bessere Wahl.

Ist Notion DSGVO-konform?

Notion speichert Daten auf Servern in den USA, was die DSGVO-Konformität einschränkt. Für personenbezogene Daten oder sensible Unternehmensinformationen ist Notion ohne zusätzliche Maßnahmen problematisch. Alternativen wie Obsidian (lokal) oder AFFiNE (self-hosted) bieten hier mehr Sicherheit.

Kann Obsidian KI-Funktionen nutzen?

Ja, über Plugins. Obsidian hat ein großes Plugin-Ökosystem mit Erweiterungen wie Local GPT, Copilot oder Smart Connections, die lokale KI-Modelle (z.B. über Ollama) oder Cloud-APIs einbinden. Damit lässt sich KI DSGVO-konform direkt in Obsidian nutzen.

Was ist AFFiNE und wie unterscheidet es sich von Notion?

AFFiNE ist eine Open-Source-Alternative zu Notion, die Dokumente, Whiteboards und Datenbanken in einer Anwendung vereint. Der größte Unterschied: AFFiNE lässt sich per Docker selbst hosten, sodass alle Daten auf eigenen Servern bleiben. Die KI-Funktionen sind eingebaut und funktionieren auch lokal.

Kann ich meine Daten zwischen den Tools migrieren?

Obsidian arbeitet mit Markdown-Dateien, die sich problemlos exportieren und in andere Tools importieren lassen. Notion bietet einen Export als Markdown oder CSV, der allerdings nicht immer verlustfrei ist. AFFiNE unterstützt ebenfalls Markdown-Export. Am flexibelsten bist du mit Obsidian, da die Dateien direkt auf deiner Festplatte liegen und in jedem Texteditor geöffnet werden können.

Wissensmanagement mit KI aufbauen?

Wir helfen dir, das richtige Tool für dein Wissensmanagement zu finden und KI sinnvoll zu integrieren – DSGVO-konform und auf deine Anforderungen zugeschnitten.