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Verda: KI-Tool Test & Bewertung

4.0
Hosting & Cloud Kostenpflichtig Auf Abruf pro GPU-Stunde, H100 ab rund 1,75 Euro (2,01 US-Dollar), H200 ab rund 3,95 Euro, ohne Mindestbindung. Reservierte Kapazität günstiger Cloud DSGVO-konform

Verda ist eine finnische GPU-Cloud, die im November 2025 aus DataCrunch hervorgegangen ist. Der Anbieter stellt aktuelle NVIDIA-Karten von H100 über H200 bis B200 stundenweise bereit, betrieben mit nordischem Grünstrom in Rechenzentren in Finnland und Island. Für Unternehmen, die ein Open-Source-Modell selbst betreiben wollen, ist es eine europäische Alternative zu den US-GPU-Clouds, mit transparenten Listenpreisen und geringer Einstiegshürde.

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026

Wer ein Sprachmodell selbst betreiben will, braucht GPU-Rechenzeit, und die kommt bisher meist von US-Anbietern wie CoreWeave oder Lambda. Verda ist die europäische Antwort darauf. Die finnische GPU-Cloud, bis November 2025 unter dem Namen DataCrunch bekannt, vermietet aktuelle NVIDIA-Karten stundenweise aus Rechenzentren in Finnland und Island, betrieben mit nordischem Wasserkraftstrom.

Wichtigste Funktionen

  • Moderne GPUs auf Abruf: Von der H100 über die H200 mit 141 GB Speicher bis zur B200 stehen die aktuellen NVIDIA-Karten stundenweise bereit. Damit lassen sich auch große Open-Source-Modelle mit vernünftiger Geschwindigkeit betreiben.
  • Betrieb im EWR mit Ökostrom: Die Rechenzentren stehen in Finnland und Island und laufen mit 100 % erneuerbarer Energie. Das kühle Klima senkt den Kühlaufwand, die Verarbeitung bleibt im Geltungsbereich der DSGVO.
  • Keine Mindestbindung: GPUs lassen sich auf Abruf buchen und sekundengenau abrechnen, aufgerundet auf 10-Minuten-Schritte. Wer nur für ein Projekt Rechenzeit braucht, zahlt keine Grundgebühr.
  • Bare Metal und Cluster: Neben einzelnen virtuellen Maschinen gibt es dedizierte Bare-Metal-Server und Multi-GPU-Cluster mit schnellem Speicher. Das deckt vom einzelnen Modell bis zum Trainingslauf ein breites Feld ab.
  • Transparente Listenpreise: Die Stundenpreise stehen offen auf der Webseite, ohne Angebotsprozess. Das macht die Kosten planbar, anders als bei vielen Hyperscalern.

Preise und Tarife

Verda rechnet auf Abruf pro GPU-Stunde ab, ohne Mindestbindung. Die Preise sind in US-Dollar ausgewiesen, umgerechnet liegt eine H100 SXM bei rund 1,75 Euro (2,01 US-Dollar) pro Stunde, eine H200 bei rund 3,95 Euro und eine B200 bei rund 3,47 Euro. Abgerechnet wird sekundengenau, aufgerundet auf 10-Minuten-Schritte. Wer konstante Last hat, bucht reservierte Kapazität zu niedrigeren Sätzen. Zu den reinen GPU-Kosten kommen die üblichen Nebenkosten für Speicher und Datenübertragung.

Für wen ist Verda geeignet?

  • Unternehmen, die ein eigenes Modell betreiben: Wer ein Open-Source-LLM unter voller Kontrolle laufen lassen will und dafür GPU-Leistung braucht, die über einen einzelnen Server hinausgeht, bekommt hier moderne Karten in der EU.
  • Teams mit Trainings- und Feinjustierungs-Bedarf: Für das Weitertrainieren oder Feinjustieren von Modellen sind H100 und H200 die passende Hardware. Die stundenweise Abrechnung hält die Kosten für einzelne Läufe niedrig.
  • Datenschutzbewusste Projekte mit technischem Team: Wer die Verarbeitung in der EU halten will und ein Team hat, das mit Servern und Docker umgehen kann, findet eine europäische Alternative zu den US-GPU-Clouds.

DSGVO und Datenschutz

Verda ist ein finnisches Unternehmen mit Rechenzentren in Finnland und Island. Island gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum, in dem die DSGVO vollständig gilt, US-Standorte gibt es nicht. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist in die Nutzungsbedingungen integriert, ein Datenschutzbeauftragter ist benannt. Der Anbieter weist SOC 2 Type II als abgeschlossen aus, ISO 27001 und weitere Normen führt er über sein Trust Center. Da Verda GPU-Rechenzeit und keine fertige Modell-API bereitstellt, bestimmen Sie selbst, welches Modell läuft und wie die Daten verarbeitet werden. Für den Eigenbetrieb von Modellen in der EU ist das eine saubere Grundlage.

Alternativen zu Verda

  • Hetzner: Deutscher Anbieter mit günstigeren GPU-Servern und breitem Cloud-Portfolio. Preislich attraktiver, das GPU-Lineup ist aber weniger auf die neuesten Trainings-Karten ausgerichtet.
  • Mittwald: Deutsches Managed Hosting mit AI-Hosting-Option. Einfacher zu bedienen, aber ohne die dedizierten Hochleistungs-GPUs von Verda.
  • Scaleway: Bietet neben GPU-Instanzen auch eine fertige Inferenz-API. Sinnvoll, wenn Sie kein Modell selbst aufsetzen wollen, sondern nur Anfragen an einen fertigen Endpunkt schicken.

Vorteile

  • Rechenzentren ausschließlich im EWR (Finnland und Island), 100 % Ökostrom
  • Moderne NVIDIA-GPUs von H100 bis B200 stundenweise auf Abruf
  • Transparente Listenpreise, keine Mindestbindung, sekundengenaue Abrechnung in 10-Minuten-Schritten
  • SOC 2 Type II abgeschlossen, benannter Datenschutzbeauftragter

Nachteile

  • Keine fertige Modell-API, das Modell muss selbst aufgesetzt werden
  • Technisches Self-Service-Modell, Grundwissen in Servern und Docker nötig
  • Kein öffentliches SLA-Dokument ausgewiesen

Anwendungsgebiete

Open-Source-Sprachmodelle auf eigener GPU betreibenModelle trainieren und feinjustieren in der EUGPU-Rechenzeit ohne langfristige Bindung mietenKI-Workloads mit Ökostrom betreiben