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AKI.IO im Test
AKI.IO ist die Inferenz-Plattform der AKI.IO GmbH aus Berlin. Über eine Schnittstelle, die das Format von OpenAI ebenso versteht wie das von Anthropic, stehen 11 offene Sprachmodelle, 2 Einbettungsmodelle und 3 Bildmodelle bereit. Abgerechnet wird je Million Token in Euro. Grundgebühr und Vertragslaufzeit gibt es nicht, bei einem Teil der Modelle zusätzlich einen günstigeren Preis für wiederholte Eingaben.
Stand 25. August 2026
| Preismodell | Kostenpflichtig, Je Million Token, 0,10 bis 1,25 Euro Eingabe und 0,15 bis 3,00 Euro Ausgabe, ohne Grundgebühr |
|---|---|
| Betriebsort | Cloud |
| DSGVO | ohne weitere Auflagen einsetzbar |
| Quelloffen | nein |
Wer offene Modelle einsetzen will, steht vor der Wahl zwischen eigenen Grafikkarten und einem Anbieter in den USA. AKI.IO ist der dritte Weg: Die Modelle laufen auf fremder Hardware, der Vertragspartner sitzt aber in Berlin und die Rechnung kommt in Euro.
Wichtigste Funktionen
- 11 offene Sprachmodelle stehen bereit. Darunter sind Qwen 3.8 27B, Mistral 4 119B, Llama 3.3 70B, GPT-OSS 120B, DeepSeek Flash v4 und Kimi K2.7-Code, also kleine Modelle für einfache Aufgaben neben großen für Textarbeit mit Anspruch.
- Die Schnittstelle spricht 2 Formate, das von OpenAI und das von Anthropic. Eine Anwendung, die gegen eines von beiden gebaut wurde, läuft nach dem Austausch von Basis-Adresse und Schlüssel weiter. Die Aufrufe selbst bleiben, wie sie sind.
- Wiederholte Eingaben rechnet AKI.IO bei einem Teil der Modelle günstiger ab. Bei Qwen 3.8 27B kostet ein Cache-Treffer 0,10 Euro statt 0,30 Euro je Million Token. Gemeint sind die Fälle, in denen dieselbe lange Anweisung oder dasselbe Dokument immer wieder mitgeschickt wird.
- Für semantische Suche liegen 2 Einbettungsmodelle bereit, das mehrsprachige BGE-M3 für 0,01 Euro und Qwen 3 VL für 0,10 Euro je Million Token. Bilder erzeugen Flux.2 Klein, Qwen Image und Z-Image Turbo, abgerechnet je Stück.
- Jeder Schlüssel bekommt eine eigene Budgetgrenze. Läuft ein Projekt aus dem Ruder, greift der Deckel dort und nicht erst bei der Monatsrechnung.
Preise und Tarife
Die Preise stehen je Modell auf der Startseite, in Euro und je Million Token. Gemma 4 26B ist mit 0,10 Euro Eingabe und 0,50 Euro Ausgabe das günstigste Sprachmodell, Llama 3.1 8B kostet 0,15 Euro in beide Richtungen. In der Mitte liegen Qwen 3.6 35B und GPT-OSS 120B bei 0,15 Euro Eingabe, Mistral 4 119B und DeepSeek Flash v4 bei 0,20 Euro. Qwen 3.8 27B verlangt 0,30 Euro für die Eingabe und 2,20 Euro für die Ausgabe, mit 0,10 Euro für einen Cache-Treffer. Am oberen Ende stehen Apertus 70B mit 1,25 zu 2,00 Euro sowie Kimi K2.7-Code mit 0,86 zu 3,00 Euro.
Einbettungen beginnen bei 0,01 Euro je Million Token. Bilder rechnet AKI.IO je Stück ab, Flux.2 Klein mit 0,005 Euro, Z-Image Turbo mit 0,009 Euro und Qwen Image mit 0,075 Euro.
Eine Grundgebühr gibt es nicht, eine Mindestlaufzeit ebenso wenig. Nach der Anmeldung liegt ein Startguthaben auf dem Konto, das automatisch ausläuft. Alle genannten Beträge versteht AKI.IO als Nettopreise, die Umsatzsteuer kommt hinzu.
Für wen ist AKI.IO geeignet?
Betriebe mit Kundendaten in der Verarbeitung bekommen einen deutschen Vertragspartner samt Auftragsverarbeitungsvertrag, ohne selbst Hardware anzuschaffen. Für ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten reicht das in den meisten Fällen, und die Investition in Grafikkarten entfällt.
Entwicklungsteams, die einen amerikanischen Anbieter ablösen wollen, kommen mit 2 geänderten Zeilen aus. Weil AKI.IO neben dem OpenAI-Format auch das von Anthropic versteht, funktioniert der Wechsel auch dort, wo eine Anwendung gegen Claude gebaut wurde.
Wer viel mit denselben langen Anweisungen arbeitet, etwa bei der Auswertung von Dokumenten nach immer gleichem Muster, spart über den Cache-Preis spürbar. Bei Qwen 3.8 27B kostet die wiederholte Eingabe ein Drittel des normalen Preises.
DSGVO und Datenschutz
Vertragspartner ist die AKI.IO GmbH, Marienburger Straße 1 in 10405 Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 281336 B. Geschäftsführer sind Henri Hagenow und Daniel Mieves. Den Auftragsverarbeitungsvertrag verlinkt die Seite im Fußbereich.
Zur Verarbeitung schreibt AKI.IO, Eingaben und Ausgaben würden weder gespeichert noch protokolliert noch für das Training von Modellen verwendet. Als Nachweise für die Rechenzentren nennt der Anbieter ISO 27001, TÜVIT TSI und DIN EN 50600. Die Grafikkarten stellt laut Seite der Partner AIME.
Was fehlt, ist der genaue Ort. Die Seite spricht von europäischen Rechenzentren und trägt am Fuß die Zeile "Made with love in Berlin, Germany", nennt aber weder Stadt noch Betreiber der Anlage. Wer den Verarbeitungsort in seinem Verzeichnis eintragen muss, fragt das vor dem Vertragsschluss nach.
Für die üblichen Anforderungen aus DSGVO und Auftragsverarbeitung trägt der Stand. Ein deutscher Vertragspartner, ein einsehbarer Vertrag und die Zusage, nichts zu speichern, sind mehr, als die meisten internationalen Plattformen schriftlich geben.
Alternativen zu AKI.IO
- IONOS AI Model Hub nennt Berlin als Standort, veröffentlicht den Auftragsverarbeitungsvertrag im Volltext und hat dafür ein etwas kleineres Modellangebot. Einen Cache-Preis gibt es dort nicht.
- Infomaniak AI Services betreibt offene Modelle in Genf und Zürich. Die Schweiz liegt außerhalb der EU, gilt aber als Land mit angemessenem Datenschutzniveau.
- Hetzner vermietet Grafikkarten, auf denen du die Modelle selbst installierst. Das kostet Einrichtungsaufwand, gibt dir dafür die volle Kontrolle über Version und Konfiguration.
Wofür AKI.IO taugt
- Vertragspartner ist die AKI.IO GmbH in Berlin, Auftragsverarbeitungsvertrag im Fußbereich verlinkt
- Eingaben und Antworten werden nach Anbieterangabe weder gespeichert noch protokolliert noch fürs Training verwendet
- Versteht das Format von OpenAI und das von Anthropic, vorhandener Code läuft nach dem Tausch von Adresse und Schlüssel weiter
- Je Schlüssel eine Budgetgrenze, damit ein Projekt die Rechnung nicht sprengt
- Cache-Preis von 0,10 Euro bei Qwen 3.8 27B, ein Drittel des normalen Eingabepreises
Wo es hakt
- Der konkrete Standort der Rechenzentren steht nirgends, die Seite nennt nur europäische Anlagen
- Keine veröffentlichten Angaben zu Verfügbarkeit, Reaktionszeit oder Anfragegrenzen
- Junges Unternehmen ohne öffentliche Referenzen, der Betrieb ist noch nicht über Jahre belegt
- Keine Modelle von OpenAI, Anthropic oder Google, nur offene Gewichte
Wofür es eingesetzt wird
Offene Modelle nutzen, ohne eigene Grafikkarten zu betreiben · Eine Anwendung von einem US-Anbieter auf einen deutschen umstellen · Bilder und Einbettungen über dieselbe Schnittstelle wie den Chat beziehen · Kosten je Projekt über getrennte Schlüssel mit Budgetgrenze deckeln