AFFiNE – KI-Tool Test & Bewertung
Notion und Miro in einem Open-Source-Tool: AFFiNE kombiniert Dokumente, Whiteboards und Datenbanken in einer Anwendung. Die eingebaute KI generiert, fasst zusammen und übersetzt Texte direkt im Editor. Self-Hosting per Docker möglich, die lokale Desktop-App funktioniert auch komplett offline.
Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2026
Wer in Notion tippt und dann in Miro zeichnet, kennt das Problem: zwei Tools, zwei Tabs, zwei Kontexte. AFFiNE verbindet beides in einer App. Eine Haftnotiz vom Whiteboard landet per Klick im Dokument, ein Textblock wird zur Whiteboard-Karte. Inzwischen gibt es auch Mobile Apps für iOS und Android (noch in der Beta).
Wichtigste Funktionen
- Docs und Whiteboards in einer App: Du wechselst zwischen Textdokument und Whiteboard-Ansicht, ohne die App zu verlassen. Elemente aus dem Whiteboard (Haftnotizen, Diagramme, Zeichnungen) lassen sich direkt in Dokumente einbetten.
- Datenbanken und Tabellen: Ähnlich wie Notion kannst du Daten in Tabellen, Kanban-Boards oder Kalendaransichten organisieren. Dokumente, Aufgaben und Notizen lassen sich damit strukturieren.
- Eingebaute KI: Der KI-Assistent generiert, fasst zusammen und übersetzt Texte direkt im Editor. Du kannst ganze Abschnitte umschreiben lassen oder kurze Stichpunkte zu einem vollständigen Text ausbauen.
- Self-Hosting per Docker: Mit einem Docker-Compose-File hast du AFFiNE in wenigen Minuten auf deinem eigenen Server. Alle Daten bleiben bei dir.
- Lokale Desktop-App: Die Desktop-Anwendung für macOS, Windows und Linux funktioniert auch vollständig offline. Daten werden lokal gespeichert, ohne Cloud-Konto.
Preise und Tarife
Die lokale Desktop-App und das Self-Hosting sind vollständig kostenlos (MIT-Lizenz). Der kostenlose Cloud-Plan bietet einen Workspace mit Basis-Features. Der Pro-Plan kostet $7,99 pro Monat ($6,75 bei jährlicher Zahlung) und schaltet unbegrenzte Mitglieder im Workspace, mehr KI-Credits und erweiterte Features frei. Für Teams gibt es einen Team-Plan mit gemeinsamen Workspaces und Administrationsfunktionen.
Für wen ist AFFiNE geeignet?
- Teams, die Notion ersetzen und Whiteboard-Funktionen brauchen: AFFiNE kombiniert beide Werkzeuge in einer App. Wer in Miro Ideen skizziert und sie dann in Notion dokumentiert, kann beides in AFFiNE zusammenführen.
- Datenschutzbewusste Unternehmen: Über Self-Hosting laufen alle Daten auf eigener Infrastruktur. Das ist für Kanzleien, Arztpraxen oder Betriebe mit sensiblen Daten deutlich angenehmer als ein US-amerikanischer SaaS-Dienst.
- Wissensarbeiter, die lokal arbeiten wollen: Die Desktop-App funktioniert ohne Internet und ohne Konto. Gut für alle, die keine Cloud-Dienste für persönliche Notizen nutzen wollen.
DSGVO und Datenschutz
AFFiNE wird von einem chinesischen Unternehmen (Toeverything) entwickelt. Die Cloud-Version wird auf Servern in den USA und Europa betrieben. Für DSGVO-kritische Anwendungen ist Self-Hosting die deutlich bessere Wahl. Per Docker läuft AFFiNE vollständig auf deinem eigenen Server oder in deiner eigenen Cloud. Die MIT-Lizenz erlaubt uneingeschränkten kommerziellen Einsatz. Die lokale Desktop-App sendet keine Daten an externe Server.
Alternativen zu AFFiNE
- Notion – Der Marktführer bei All-in-one-Workspaces. Mehr Templates, mehr Integrationen, ausgereifter, aber kein Self-Hosting und US-basiert.
- Obsidian – Fokus auf Markdown-Notizen und Wissensvernetzung. Kein Whiteboard, aber extrem schnell, lokal und komplett offline nutzbar.
- Nextcloud – Umfassende Self-Hosted-Plattform mit Dokumenten, Kalender, Dateispeicher und Videokonferenzen. Komplexer in der Einrichtung, aber vollständig in eigener Hand.
Vorteile
- Open Source (MIT-Lizenz)
- Docs, Whiteboards und Datenbanken in einer App
- Self-Hosting per Docker möglich
- Eingebaute KI-Features
Nachteile
- Noch relativ junges Projekt, weniger ausgereift als Notion
- Kleinere Community und weniger Templates
- Mobile Apps (iOS und Android) noch in der Beta
Anwendungsgebiete
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