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Windmill: KI-Tool Test & Bewertung

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Automatisierung Freemium Kostenlos für Self-Hosting (bis 50 Nutzer). Cloud-Enterprise ab $120/Monat plus Nutzerlizenzen ($20/Monat Developer, $10/Monat Operator). Hybrid DSGVO-konform Open Source

Windmill unterscheidet sich grundlegend von visuellen Automatisierungstools wie n8n oder Make: Sie schreiben Scripts in Python, TypeScript, Go, PHP, Bash oder SQL, und Windmill generiert daraus automatisch eine UI, Webhooks, API-Endpunkte und ein Scheduling-System. Das macht Windmill besonders stark bei Datenverarbeitung, ETL-Pipelines und internen Tools, die echte Logik benötigen.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Wer Automatisierungen baut, die über einfache Wenn-Dann-Regeln hinausgehen, stößt bei visuellen Tools schnell an Grenzen. Windmill löst dieses Problem, indem es Code in den Mittelpunkt stellt: Sie schreiben einen Python- oder TypeScript-Script, und Windmill kümmert sich um den Rest. Automatisch entstehen eine Web-UI zum Ausführen, ein Webhook, ein API-Endpunkt und die Möglichkeit, den Script per Cron-Job zu planen. Für Teams ohne Programmiererfahrung ist n8n die bessere Wahl.

Wichtigste Funktionen

  • Code-First mit sechs Sprachen: Python, TypeScript, Go, PHP, Bash und SQL werden unterstützt. Jeder Script kann Abhängigkeiten deklarieren, die Windmill automatisch installiert. REST- und GraphQL-Integrationen sind ebenfalls möglich.
  • Automatisch generierte UIs: Windmill lesen die Parameterdefinition eines Scripts und baut daraus automatisch ein Formular-UI, ohne dass Frontend-Code nötig ist. Interne Tools entstehen so ohne separates Framework.
  • Workflows als DAGs: Mehrere Scripts lassen sich grafisch zu Workflows verknüpfen, mit Abhängigkeiten, Bedingungen und Parallelisierung. Das Ergebnis ist ein visueller Graph mit Code unter der Haube.
  • Scheduling und Webhooks: Jeder Script bekommt automatisch einen Cron-Scheduler und einen Webhook-Endpunkt. Trigger können auch über externe Events (z.B. HTTP-Calls) ausgelöst werden.
  • App-Builder: Ein Low-Code-Interface-Builder erlaubt die Erstellung von interaktiven Dashboards und internen Apps, die auf Windmill-Scripts zugreifen.
  • Self-Hosting per Docker: Windmill lassen sich in wenigen Minuten per Docker Compose aufsetzen. Die Community-Version ist kostenlos und hat kein hartes Nutzerlimit (bis 50 Nutzer vollständig kostenlos).

Preise und Tarife

Die Open-Source-Community-Version ist kostenlos für Self-Hosting und unterstützt bis zu 50 Nutzer ohne Einschränkungen bei der Anzahl der Ausführungen. Ab 50 Nutzern oder bei SSO-Bedarf wechselt man in den Enterprise-Bereich. Der Enterprise-Plan startet bei $120 pro Monat (Basisgebühr) und wird ergänzt durch Nutzerlizenzen: $20 pro Monat für Developer-Nutzer und $10 pro Monat für Operator-Nutzer (die nur Scripts ausführen, aber nicht bearbeiten). Hinzu kommen Compute Units, abhängig vom genutzten Worker-Speicher. Die Cloud-Version bei Windmill wird ebenfalls nach diesem Modell abgerechnet.

Für wen ist Windmill geeignet?

  • Entwickler und Plattformteams: Die interne Tools, Datenverarbeitungs-Pipelines oder Automatisierungen mit echtem Code bauen wollen, ohne ein separates Backend-Framework aufsetzen zu müssen.
  • Unternehmen mit Datenschutzanforderungen: Die eine Self-Hosted-Lösung auf eigenen Servern betreiben wollen und von der EU-Firmenzugehörigkeit (Frankreich) profitieren möchten.
  • Teams mit gemischten Rollen: Entwickler schreiben Scripts, Operations-Nutzer führen sie über die automatisch generierte UI aus, ohne die Code-Basis anfassen zu müssen.

DSGVO und Datenschutz

Windmill ist eine EU-Firma mit Sitz in Frankreich. Beim Self-Hosting verlassen keine Daten die eigene Infrastruktur. Die Cloud-Version wird auf europäischen Servern betrieben, was die DSGVO-Situation vereinfacht. Windmill selbst trainiert keine Modelle mit Nutzerdaten und gibt keine Daten an Dritte weiter. Für sensible Daten empfiehlt sich das Self-Hosting per Docker, was ohne Lizenzkosten möglich ist.

Alternativen zu Windmill

  • n8n – Visueller Workflow-Builder mit breiter No-Code-Integration. Besser geeignet für Teams ohne Programmiererfahrung und für Standard-Integrationen zwischen Web-Services.
  • Prefect – Python-nativer Workflow-Orchestrator mit Fokus auf Datenpipelines. Stärker auf Data-Engineering ausgerichtet als Windmill.
  • Temporal – Verteilter Workflow-Orchestrator für komplexe, langlebige Prozesse. Mehr Setup-Aufwand, aber besser geeignet für unternehmenskritische Workflows mit Fehlerbehandlung.

Vorteile

  • Sechs Programmiersprachen: Python, TypeScript, Go, PHP, Bash und SQL
  • Automatisch generierte UIs und Webhooks für jeden Script
  • EU-Firma (Frankreich): starkes DSGVO-Argument für europäische Unternehmen
  • Self-Hosting per Docker kostenlos und ohne Nutzerlimit bei Community-Lizenz

Nachteile

  • Setzt Programmierkenntnisse voraus: kein sinnvoller No-Code-Betrieb möglich
  • Kleinere Community als n8n: weniger fertige Integrationen und Vorlagen
  • AGPL-Lizenz kann bei proprietären Produkten rechtliche Prüfung erfordern

Anwendungsgebiete

Workflow-Automatisierung mit CodeInterne Tools ohne Frontend-Aufwand bauenETL-Pipelines und DatenverarbeitungScript-Scheduling und Webhook-Verwaltung