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NocoDB: KI-Tool Test & Bewertung

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Business-Tools Freemium Self-Hosted kostenlos / Cloud ab $15/Nutzer/Monat Hybrid DSGVO-konform Open Source

NocoDB legt eine Spreadsheet-Oberfläche über PostgreSQL, MySQL oder SQLite und macht Datenbanken für Nicht-Techniker zugänglich. Grid, Kanban, Galerie, Kalender und Formularansichten lassen sich per Klick anlegen. Jede Tabelle bekommt automatisch eine REST-API, sodass NocoDB auch als schlankes Backend für n8n-Workflows oder eigene Apps funktioniert.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Airtable kostet Geld, speichert Daten in den USA und sperrt Sie hinter Zeilenlimits. NocoDB dreht das Modell um: Die Daten liegen in Ihrer eigenen PostgreSQL- oder MySQL-Datenbank, die Oberfläche sieht trotzdem aus wie eine Tabellenkalkulation. Wer bereits eine Datenbank betreibt, kann sie direkt einbinden, ohne die Struktur zu ändern.

Wichtigste Funktionen

  • Spreadsheet-Oberfläche auf echter Datenbank: Anders als Airtable oder Google Sheets arbeitet NocoDB auf einer relationalen Datenbank. Sie können PostgreSQL, MySQL, MariaDB oder SQLite verwenden. Die Daten bleiben dort, wo sie schon sind.
  • 5 Ansichten pro Tabelle: Für dieselben Daten lassen sich Grid, Kanban, Galerie, Kalender und Formularansichten anlegen. Kanban für Aufgaben, Galerie für Mediendatenbanken, Formulare für Dateneingaben direkt über einen Link.
  • Automatische REST-API: Jede Tabelle bekommt automatisch eine vollständige REST-API (aktuell v3). Sie können NocoDB als leichtgewichtiges Backend für externe Apps, n8n-Workflows oder Zapier-Integrationen nutzen, ohne eine eigene API entwickeln zu müssen.
  • Automationen und Webhooks: Regeln wie “bei neuer Zeile Email senden” oder “bei Statuswechsel Webhook auslösen” lassen sich ohne Code konfigurieren. Im Free-Plan sind 100 Webhooks pro Monat möglich, im Plus-Plan 10.000.
  • Import und Export: CSV, Excel und Airtable-Exporte lassen sich direkt importieren. Der ERD-View zeigt Tabellenbeziehungen grafisch an.

Preise und Tarife

Self-Hosting ist kostenlos und ohne Zeilenlimit. Die Community-Version lassen sich per Docker auf eigenem Server betreiben und enthält alle Kernfunktionen. Der Cloud-Plan “Plus” kostet 15 Dollar pro Nutzer und Monat (oder 12 Dollar bei jährlicher Zahlung) und erlaubt bis zu 50.000 Zeilen. Der Business-Plan kostet 30 Dollar pro Nutzer und Monat (24 Dollar jährlich) und erlaubt bis zu 300.000 Zeilen sowie externe Datenbankverbindungen. Beide Cloud-Pläne haben eine Flat-Rate-Option: Wer bis zu 9 Nutzer bezahlt, bekommt danach unbegrenzt weitere kostenlos dazu. Enterprise-Pläne für On-Premise-Installationen starten ab 1.000 Dollar pro Monat.

Für wen ist NocoDB geeignet?

  • Teams, die eine Airtable-Alternative ohne Abo suchen: Wer Daten strukturieren, Projekte verwalten oder ein einfaches CRM betreiben möchte, bekommt mit NocoDB dieselbe Spreadsheet-Optik, ohne US-Cloud und ohne Zeilenlimit bei Self-Hosting.
  • Entwickler und technische Teams: Die automatische REST-API macht NocoDB zum schnellen Backend für interne Tools und Prototypen. Wer bereits n8n oder Make nutzen, kann NocoDB einfach als Datenquelle anbinden.
  • Unternehmen mit bestehenden Datenbanken: NocoDB kann direkt auf vorhandene PostgreSQL- oder MySQL-Datenbanken aufgesetzt werden, ohne die Datenbankstruktur zu ändern. Ideal wenn die Daten schon existieren, aber eine nutzerfreundliche Oberfläche fehlt.

DSGVO und Datenschutz

Bei Self-Hosting auf eigenem Server liegen alle Daten in Ihrer Infrastruktur. Kein Drittanbieter hat Zugriff. NocoDB betreibt keine Telemetrie bei Self-Hosting. Für die Cloud-Version gibt es keine öffentlichen Angaben zum Serverstandort. Da das Unternehmen seinen Sitz vermutlich in den USA hat, ist für Anwendungsfälle mit personenbezogenen Daten Self-Hosting die bessere Wahl. Die AGPL-3.0-Lizenz stellt sicher, dass der Quellcode offen bleibt.

Alternativen zu NocoDB

  • NocoBase: Komplexere No-Code-Plattform für Business-Anwendungen wie CRM oder ERP. Mehr Funktionen (Workflows, Genehmigungen, KI-Assistenten), dafür auch mehr Einrichtungsaufwand und steilere Lernkurve.
  • Budibase: Ähnlich wie NocoDB, aber mit stärkerem Fokus auf App-Erstellung statt reine Datenverwaltung. Schönere UI-Komponenten, weniger datenbankgetrieben.
  • Nextcloud: Umfassendere Plattform für Zusammenarbeit. Tables-Funktion in Nextcloud kann einfache Datenverwaltung abdecken, ist aber kein vollständiger Ersatz für eine Datenbank-Oberfläche.

Vorteile

  • Arbeitet direkt auf vorhandenen Datenbanken (PostgreSQL, MySQL)
  • Automatisch generierte REST-API pro Tabelle
  • 5 Ansichten: Grid, Kanban, Galerie, Kalender, Formular
  • Self-Hosting ohne Zeilenlimit, 62.000+ GitHub Stars

Nachteile

  • Automationen weniger ausgereift als bei Airtable
  • Self-Hosting erfordert technisches Grundwissen
  • Cloud-Serverstandort nicht transparent kommuniziert (vermutlich USA)
  • API v2 wird abgekündigt, Migration auf v3 nötig

Anwendungsgebiete

Daten strukturiert verwaltenEinfaches CRM aufbauenInventar und Asset-TrackingBackend für n8n oder eigene Apps