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T-Systems AI Foundation Services: KI-Tool Test & Bewertung

4.0
Hosting & Cloud Kostenpflichtig Drei Tarife mit monatlichem Mindestumsatz von 1.000, 3.000 oder 5.000 Euro netto, abgerechnet nach Token. Offene Modelle ab 0,20 Euro je Mio. Eingabe-Token. Cloud

Die AI Foundation Services sind die Modellschnittstelle der T-Systems International GmbH, buchbar in drei Tarifen mit einem monatlichen Mindestumsatz ab 1.000 Euro und abgerechnet nach verbrauchten Token. Preisliste, Anfragegrenzen und die vertraglich bindende Leistungsbeschreibung stehen ohne Anmeldung im Netz, die drei Standardtarife bestellen Sie selbst über den T Cloud Public Marketplace. Neben der Schnittstelle gibt es SmartChat, eine betreute Oberfläche für Dokumentenrecherche zum Monatspreis.

Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026

Wer bei T-Systems ein Modell auswählt, wählt damit zugleich den Rechtsraum, in dem die eigenen Daten verarbeitet werden, denn die Leistungsbeschreibung vom 31.07.2026 teilt den Katalog in zwei Gruppen. 11 Modelle betreibt die Telekom auf eigener Hardware in Deutschland, darunter GLM 5.2, GPT-OSS 120B, Qwen 3.6 35B, Gemma 4 und Whisper. Die anderen 27, also die GPT-5-Reihe, Claude und Gemini, reicht die Schnittstelle an Microsoft Azure und Google Cloud durch, wo laut Vertragstext Unterauftragnehmer weltweit arbeiten dürfen. Technisch merken Sie davon nichts, Schlüssel und Adresse bleiben dieselben, getrennt sind die beiden Gruppen allein im Vertrag.

Wichtigste Funktionen

  • Modellzugang über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle: Die Preisliste vom 01.08.2026 führt 38 buchbare Modelle in den Tarifen Professional und Agentic, im Einstiegstarif Essential sind es 33. Software, die bereits mit der OpenAI-Bibliothek arbeitet, läuft weiter, sobald Sie Adresse und Schlüssel austauschen.
  • Deutsche Modelle auf der T Cloud Public: GLM 5.2 mit 1 Mio. Token Kontextfenster, GPT-OSS 120B, Qwen 3.6 35B, Gemma 4, Mistral Small 4, Nemotron 3 Super, zwei Whisper-Varianten für Transkription und zwei Einbettungsmodelle laufen auf Telekom-Hardware in Deutschland. Llama 3.3 70B läuft zum 01.09.2026 aus, als Ersatz nennt T-Systems GLM 5.2.
  • SmartChat für Dokumentenrecherche: Die betreute Oberfläche trennt die Daten je Mandant und hat Rollenrechte, Protokollierung und über 50 Einstellungen für die Suche in eigenen Dokumenten. T-Systems rechnet SmartChat als Monatspauschale nach Nutzerzahl und Speicher ab statt nach Token, die Bestellung nimmt der Vertrieb entgegen.
  • Zwischenspeicher für wiederkehrende Anfragen: Wiederholt sich der Anfang einer Anfrage, etwa eine lange Systemanweisung oder ein mitgeschicktes Dokument, muss das Modell diesen Teil nicht noch einmal durchrechnen. Bei GLM 5.2 läuft der Zwischenspeicher seit dem 01.08.2026 ab Werk, bei den übrigen deutschen Modellen schalten Sie ihn je Anfrage dazu, ab dem 01.09.2026 läuft er auch dort ab Werk. Abschalten geht jederzeit.
  • Reservierte Hardware und Feintuning auf Anfrage: Einzelne Modelle laufen auf reservierten GPU-Knoten mit verhandelbaren Zusagen zu Durchsatz und Antwortzeit. Feintuning und der Betrieb im eigenen Unternehmen stehen als kostenpflichtige Zusatzleistungen in der Leistungsbeschreibung. Die frühere Feintuning-Schnittstelle zur Selbstbedienung hat T-Systems im Mai 2026 aus der Dokumentation genommen.

Preise und Tarife

Essential kostet mindestens 1.000 Euro im Monat und öffnet 33 Modelle, Professional liegt bei 3.000 Euro und nimmt die Premium-Modelle Claude Opus und Claude Fable 5 dazu, Agentic bei 5.000 Euro mit den höchsten Anfragegrenzen. Der Mindestumsatz ist eine Untergrenze der Rechnung. Liegt der tatsächliche Tokenverbrauch darunter, wird trotzdem der volle Betrag fällig, darüber zählt der Verbrauch. T-Systems rechnet je angefangener Million Ein- und Ausgabe-Token ab.

Bei den deutschen Modellen kostet GPT-OSS 120B 0,20 Euro je Mio. Eingabe-Token und 0,65 Euro je Mio. Ausgabe-Token, Gemma 4, Mistral Small 4, Qwen 3.6 35B und Nemotron 3 Super liegen einheitlich bei 0,60 und 1,20 Euro, GLM 5.2 als einziges Premium-Modell aus deutschem Betrieb bei 4,00 und 8,00 Euro. Die beiden Einbettungsmodelle kosten 0,05 Euro. Aus der durchgereichten Gruppe zahlen Sie für GPT-5.4 2,42 und 14,49 Euro, für Gemini 3.1 Pro 1,80 und 10,80 Euro, für Claude Opus 5 4,95 und 24,75 Euro. Implementierungshilfe, Beratung und Schulung rechnet T-Systems mit einem Tagessatz von 1.144,45 Euro ab.

Der Vertrag ist mit einem Monat zum Monatsende kündbar. Die zugesagte Verfügbarkeit von 99,5 % gilt allerdings nur werktags zwischen 9 und 17 Uhr und deckt allein die Erreichbarkeit der Schnittstelle ab, Durchsatz und Antwortzeit bleiben außen vor.

Alle genannten Zahlen sind Nettobeträge. Die Leistungsbeschreibung stellt sie ausdrücklich unter den Vorbehalt der zum Leistungszeitpunkt geltenden Steuern und Abgaben, die Umsatzsteuer kommt also jeweils obendrauf.

Für wen ist T-Systems AI geeignet?

  • Organisationen mit einem Modellbedarf ab 1.000 Euro im Monat: Der Mindestumsatz macht die Plattform für kleinere Unternehmen unattraktiv, weil er unabhängig vom Verbrauch fällig wird. Ab dieser Größenordnung fällt er dagegen kaum noch ins Gewicht, und über den Marktplatz bestellen Sie ohne Vertriebsgespräch.
  • IT-Abteilungen, die den Rechenort je Anwendungsfall steuern wollen: Weil beide Modellgruppen über denselben Schlüssel laufen, binden Sie einen Arbeitsablauf mit personenbezogenen Daten an die deutschen Modelle und eine unkritische Textaufgabe an GPT oder Claude, ohne dafür einen zweiten Vertrag und eine zweite Abrechnung zu brauchen.
  • Unternehmen mit Beschaffungsvorgaben für deutsche Vertragspartner: Vertrag und Rechnung für GPT-5, Claude und Gemini laufen über die T-Systems International GmbH in Bonn, ein eigener Vertrag mit OpenAI oder Anthropic entfällt. Das räumt Lieferanten- und Vertragsfragen aus dem Weg, verlegt aber keine Verarbeitung nach Deutschland.

DSGVO und Datenschutz

Vertragspartner ist die T-Systems International GmbH mit Sitz in Bonn, sie handelt als Auftragsverarbeiterin und Sie bleiben verantwortlich. Für die 11 Modelle auf der T Cloud Public sagt die Leistungsbeschreibung eine Verarbeitung innerhalb der EU und des EWR zu, ebenso in Staaten, denen die EU-Kommission ein gleichwertiges Datenschutzniveau bescheinigt. Anfragen und Antworten werden nach derselben Zusage weder dauerhaft gespeichert noch zum Training der Modelle verwendet. Die T Cloud Public ist nach BSI C5 testiert sowie nach ISO 27017 und ISO 27018 zertifiziert, der Betrieb von T-Systems trägt ISO 27001.

Für die 27 durchgereichten Modelle steht das Gegenteil im selben Dokument. Abschnitt 2.3.2 lässt eine Verarbeitung auch außerhalb der EU und des EWR ausdrücklich zu, erlaubt dem Drittanbieter Unterauftragnehmer weltweit und bindet Sie mit der Modellauswahl an dessen Nutzungs- und Datenschutzbedingungen. T-Systems warnt in derselben Passage davor, Sozial- oder Gesundheitsdaten dorthin zu geben, verweist auf § 80 Abs. 2 SGB X und § 393 Abs. 2 SGB V und legt die rechtliche Prüfung vollständig in Ihre Hand. Die Aussage, mit dieser Plattform ließen sich GPT-5 und Claude unter voller EU-Souveränität nutzen, hält der Anbieter selbst also nicht aufrecht.

Einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es als Telekom-Muster, aber Abschnitt 5.1 der Leistungsbeschreibung stellt ihn unter Anfrage, und die Seite "Enterprise Trust" wiederholt das mit "available on request". Auf der Datenschutzseite von T-Systems, in der Produktdokumentation und in der Liste der herunterladbaren Auftragsverarbeitungsverträge der Telekom Geschäftskunden liegt für diesen Dienst kein Vertragstext, obwohl dort für Dutzende anderer Produkte einer steht. Den Betrieb im eigenen Unternehmen führt die Leistungsbeschreibung nur als kostenpflichtige Zusatzleistung, die drei Standardtarife laufen in der T Cloud Public und beim jeweiligen Drittanbieter.

Unser Maßstab verlangt beides zusammen, einen ausgewiesenen EU-Rechenort und einen ohne Anmeldung lesbaren Vertrag. Bei den deutschen Modellen scheitert es am zweiten Nachweis, bei den durchgereichten an beiden, deshalb führen wir den Eintrag als nicht belegt. Für ein Unternehmen mit regulierten Daten bleibt die Plattform trotzdem eine tragfähige Wahl, sobald der Vertrag unterschrieben vorliegt und die Modellauswahl auf die deutsche Gruppe festgelegt ist.

Alternativen zu T-Systems AI

  • IONOS AI Model Hub: Die Modelle laufen in einem Berliner Rechenzentrum, die Preise je Modell stehen öffentlich im Netz und einen Mindestumsatz gibt es nicht. Der Katalog umfasst nur offene Modelle, GPT und Claude fehlen dort.
  • Infomaniak AI Services: Der Schweizer Anbieter betreibt offene Modelle in Genf und Zürich und ist im Einstieg deutlich günstiger. Den Auftragsverarbeitungsvertrag erzeugt dort jede Organisation im Kundenbereich selbst als PDF.
  • Hetzner: Bei Hetzner mieten Sie einen eigenen GPU-Server in Deutschland, wenn Sie das Modell selbst betreiben und die Hardware allein nutzen wollen. Einrichtung und Betrieb liegen dann bei Ihnen.

Vorteile

  • Preisliste, Anfragegrenzen und Leistungsbeschreibung stehen als PDF ohne Anmeldung im Netz
  • 11 Modelle laufen auf Telekom-Hardware in Deutschland, darunter GLM 5.2 mit 1 Mio. Token Kontextfenster
  • Ein einziger Schlüssel deckt offene Modelle und die GPT-, Claude- und Gemini-Reihen ab
  • Die drei Standardtarife bestellen Sie selbst, ein kostenloser Testschlüssel geht vorweg
  • Anfragen an die deutschen Modelle werden weder dauerhaft gespeichert noch zum Training genutzt

Nachteile

  • Der Mindestumsatz von 1.000 Euro im Monat wird auch fällig, wenn Sie weniger verbrauchen
  • GPT-5, Claude und Gemini reicht die Schnittstelle an Azure und Google Cloud durch, wo Unterauftragnehmer weltweit arbeiten dürfen
  • Den Auftragsverarbeitungsvertrag gibt T-Systems nur auf Anfrage heraus
  • Die Verfügbarkeitszusage gilt nur werktags von 9 bis 17 Uhr, Durchsatz und Antwortzeit sind ausgenommen
  • Am 01.08.2026 hat T-Systems 11 Modellreihen abgeschaltet, 3 weitere folgen am 01.09.2026

Anwendungsgebiete

Sprachmodelle über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle einbindenGLM 5.2 und offene Modelle aus einem deutschen Rechenzentrum nutzenEigene Dokumente mit SmartChat durchsuchbar machenGPT-5, Claude und Gemini über einen deutschen Vertragspartner abrechnen