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Syncthing: KI-Tool Test & Bewertung

4.0
Produktivität Kostenlos Komplett kostenlos Self-Hosted DSGVO-konform Open Source

Syncthing ist ein dezentrales Synchronisationstool, das Dateien direkt zwischen Geräten austauscht, ohne zentralen Server. Jedes Gerät verbindet sich per TLS-verschlüsseltem Peer-to-Peer-Protokoll mit den anderen. Es gibt keinen Account, keine Cloud und keinen Single Point of Failure. Syncthing ist komplett Open Source (MPL-2.0) und läuft auf Windows, macOS und Linux.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Wer Dateien zwischen Laptop, Desktop und NAS synchron halten will, braucht dafür keine Dropbox und keinen eigenen Server. Syncthing verbindet Geräte direkt miteinander per verschlüsseltem Peer-to-Peer-Protokoll. Keine Registrierung, kein Cloud-Konto, kein Abonnement. Die Daten wandern ausschließlich zwischen den eigenen Geräten.

Wichtigste Funktionen

  • Peer-to-Peer-Sync: Geräte finden sich über Discovery-Server und tauschen Dateien direkt aus. Die Verbindung ist TLS-verschlüsselt. Ist keine direkte Verbindung möglich (z.B. hinter NATs), leiten Relay-Server die verschlüsselten Daten weiter, speichern dabei aber nichts.
  • Ordner-basierte Konfiguration: Sie wählen einzelne Ordner aus und bestimmen, welche Geräte diese synchronisieren sollen. Jeder Ordner kann unterschiedliche Geräte-Kombinationen haben.
  • Versionierung: Syncthing speichert ältere Versionen gelöschter oder geänderter Dateien. Mehrere Strategien stehen zur Wahl: einfache Versionierung, Zeitintervalle oder Papierkorb-Modus.
  • Ignore Patterns: Per .stignore-Datei lassen sich Dateien und Ordner vom Sync ausschließen, ähnlich wie .gitignore.
  • Web-GUI: Über ein lokales Webinterface (Port 8384) konfigurieren Sie Geräte, Ordner und Einstellungen. Der Zugriff ist passwortgeschützt.

Preise und Tarife

Syncthing ist komplett kostenlos und quelloffen. Es gibt keine Tarife, keine Premium-Features und kein Freemium-Modell. Wer kommerziellen Support benötigt, kann diesen über Kastelo beziehen, die offizielle Firma hinter Syncthing.

Für wen ist Syncthing geeignet?

  • Einzelpersonen und kleine Teams: Wer Dateien zwischen Laptop, Desktop und NAS synchronisieren will, ohne einen Cloud-Dienst oder Server zu betreiben.
  • Datenschutz-bewusste Nutzer: Da keine Daten über fremde Server laufen, gibt es keine Drittanbieter-Abhängigkeit. Die Synchronisation passiert im lokalen Netzwerk oder über verschlüsselte Verbindungen.
  • Backup-Szenarien: Ein zweites Gerät (z.B. ein Raspberry Pi oder NAS) kann als Backup-Ziel dienen. Syncthing hält die Kopie automatisch aktuell.

DSGVO und Datenschutz

Syncthing ist die datenschutzfreundlichste Sync-Option: Es gibt keinen zentralen Server, keine Accounts und keine Telemetrie (kann optional aktiviert werden). Alle Verbindungen sind TLS-verschlüsselt. Die Discovery- und Relay-Server des Projekts übertragen Daten, speichern sie aber nicht. Für vollständige Kontrolle lassen sich auch eigene Discovery- und Relay-Server betreiben. Die MPL-2.0-Lizenz erlaubt den kommerziellen Einsatz.

Alternativen zu Syncthing

  • Nextcloud: Wenn Sie zusätzlich ein Webinterface für Datei-Zugriff, Freigabe-Links und Groupware-Funktionen brauchen.
  • Seafile: Wenn Sie einen zentralen Server bevorzugen, aber schnelleren Sync als Nextcloud und client-seitige Verschlüsselung brauchen.

Vorteile

  • Kein zentraler Server nötig: Peer-to-Peer zwischen Geräten
  • TLS-verschlüsselt und vollständig Open Source (MPL-2.0)
  • Keine Accounts, keine Cloud, keine Drittanbieter-Abhängigkeit
  • Läuft auf Windows, macOS und Linux

Nachteile

  • Kein Webinterface für Datei-Zugriff (nur Sync, kein Cloud-Speicher)
  • Beide Geräte müssen gleichzeitig online sein für Sync
  • Keine Freigabe-Links für externe Personen
  • Kein offizieller iOS- oder Android-Client (nur Community-Apps)

Anwendungsgebiete

Dateisync zwischen Geräten ohne CloudBackup von Ordnern auf einen zweiten Rechner oder NASDSGVO-konforme Synchronisation ohne DrittanbieterDezentrales Arbeiten ohne Server-Infrastruktur