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SearXNG – KI-Tool Test & Bewertung

4.0
Produktivität Kostenlos Komplett kostenlos, Serverkosten bei eigenem Hosting ab ca. 3 Euro/Monat (VPS) Self-Hosted DSGVO-konform Open Source

SearXNG ist eine selbst gehostete Meta-Suchmaschine, die Ergebnisse aus über 243 Suchmaschinen aggregiert, ohne Profiling oder Tracking. Sie dient als Privacy-Alternative zu Google und als Websuche-Backend für KI-Systeme wie Perplexica und Open WebUI. Das Projekt wird aktiv gepflegt und ist im März 2026 auf dem neuesten Stand.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Google merkt sich jede Suchanfrage, baut daraus ein Nutzerprofil und schaltet personalisierte Werbung. Wer das vermeiden will, hat bisher kaum gute Alternativen gefunden. DuckDuckGo ist nur eine andere Suchmaschine ohne wirklichen Ausweg aus dem Tracking. SearXNG geht einen anderen Weg: Es aggregiert Ergebnisse aus über 243 Quellen, läuft auf dem eigenen Server und gibt keine Daten weiter. Keine Cookies, kein Profiling, keine Tracking-Parameter in ausgehenden Links. Im KI-Bereich hat SearXNG eine zweite Rolle bekommen: als Websuch-Backend für lokale KI-Stacks.

Wichtigste Funktionen

  • Meta-Suche über 243 Quellen: SearXNG holt Ergebnisse gleichzeitig aus Google, Bing, DuckDuckGo, Wikipedia, GitHub, Wolfram Alpha und vielen weiteren Quellen. Das Ergebnis ist breiter als eine einzelne Suchmaschine, weil keine Quelle bevorzugt wird.
  • Vollständige Konfigurierbarkeit: Welche Suchmaschinen aktiv sind, welche Kategorien (Web, Bilder, Videos, News, Karten) angezeigt werden und welches Erscheinungsbild genutzt wird, alles ist per YAML-Konfiguration anpassbar.
  • Backend für KI-Systeme: SearXNG wird als Websuch-Backend für Perplexica und Open WebUI eingesetzt. KI-Modelle können damit in Echtzeit auf aktuelle Webinhalte zugreifen, ohne API-Kosten und ohne externe Datenübertragung.
  • Öffentliche Instanzen: Wer nicht selbst hosten möchte, kann eine der öffentlichen SearXNG-Instanzen nutzen. Das setzt Vertrauen in den jeweiligen Betreiber voraus.
  • Tor-Unterstützung: SearXNG kann über das Tor-Netzwerk betrieben werden, für maximale Anonymität bei der Suche.

Preise und Tarife

SearXNG ist vollständig kostenlos und AGPL-3.0-lizenziert. Es gibt keine Premium-Funktionen hinter einer Bezahlschranke. Kosten entstehen nur durch eigenes Server-Hosting:

Ein einfacher VPS ab ca. 3 bis 5 Euro pro Monat reicht für eine private SearXNG-Instanz. Der Start per Docker ist in wenigen Minuten erledigt: docker pull searxng/searxng. Öffentliche Instanzen gibt es auf searx.space ohne eigene Serverkosten.

Für wen ist SearXNG geeignet?

  • Datenschutzbewusste Teams: Wer eine interne Suchmaschine ohne externe Datenübertragung braucht und keine kommerziellen Suchmaschinen nutzen möchte.
  • KI-Entwickler: SearXNG ist das häufigste Websuch-Backend für lokale KI-Stacks. Wer Agenten oder Chatbots Webzugriff geben will, ohne für eine externe Such-API zu bezahlen, greift oft zu SearXNG.
  • IT-Administratoren: Die eine kontrollierte Suche für ihr Netzwerk betreiben wollen, ohne auf externe Suchmaschinen angewiesen zu sein.

DSGVO und Datenschutz

SearXNG speichert standardmäßig keine Suchanfragen, keine IP-Adressen und setzt keine Tracking-Cookies. Eine selbst gehostete Instanz gibt keine Daten an Dritte weiter. Die AGPL-3.0-Lizenz bedeutet: Wer SearXNG modifiziert und als Dienst anbietet, muss die Änderungen veröffentlichen. Für den internen Einsatz ohne externe Nutzung ist das nicht relevant.

Alternativen zu SearXNG

  • Perplexica – Baut auf SearXNG auf und ergänzt es um KI-Antworten mit Quellenangaben. Der logische nächste Schritt, wenn eine reine Metasuche nicht mehr ausreicht.
  • Whoogle – Zeigt nur Google-Ergebnisse, aber ohne Tracking. Einfacher aufzusetzen als SearXNG, kein Aggregator über mehrere Quellen.
  • Brave Search API – Kostenpflichtige API für Entwickler, die Suchergebnisse ohne Scraping von Google/Bing beziehen wollen. Gut für produktive KI-Anwendungen mit Budgetrahmen.

Vorteile

  • Keine Profilbildung, kein Tracking, keine Tracking-Parameter in Links
  • Aggregiert über 243 Quellen (Google, Bing, DuckDuckGo, Wikipedia u.v.m.)
  • Als Backend für KI-Systeme nutzbar (Perplexica, Open WebUI)
  • Docker-Deployment in wenigen Minuten einsatzbereit

Nachteile

  • Rate-Limiting durch Upstream-Engines (Google sperrt Bots regelmäßig)
  • Suchergebnisqualität variiert je nach Engine-Konfiguration
  • Kein Knowledge Graph oder lokale Suchergebnisse wie bei Google
  • Konfigurationsaufwand für optimale Ergebnisse erforderlich

Anwendungsgebiete

Datenschutzkonforme WebsucheKI-Suchsysteme mit WebzugriffInterne Suchmaschine für Teams

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