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Open Notebook: KI-Tool Test & Bewertung

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Produktivität Kostenlos Open Source und kostenlos (MIT), Self-Hosting. Kosten entstehen nur durch die genutzten KI-APIs oder entfallen ganz mit lokalen Modellen Self-Hosted DSGVO-konform Open Source

Open Notebook ist eine quelloffene Nachbildung von Google NotebookLM, die Sie auf eigener Infrastruktur betreiben. Es liest PDFs, Webseiten, Videos und Audiodateien ein, beantwortet Fragen dazu im Chat und erzeugt daraus Podcasts mit bis zu 4 Sprechern. Über 18 KI-Anbieter lassen sich anbinden, von OpenAI und Anthropic bis zu lokalen Modellen für den Betrieb ohne Cloud.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2026

NotebookLM ist stark in der Quellenarbeit, aber jedes hochgeladene Dokument landet auf Googles Servern in den USA. Für Verträge, Personalakten oder Forschungsdaten ist das oft ein Ausschlusskriterium. Open Notebook bildet dieselbe Idee nach und läuft auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Wer lokale Modelle einbindet, wertet seine Dokumente komplett auf der eigenen Hardware aus, ohne Verbindung zu einem Cloud-Anbieter.

Wichtigste Funktionen

  • Quellenbasierter Chat: Sie laden PDFs, Office-Dokumente, Webseiten, YouTube-Videos und Audiodateien als Quellen und stellen Fragen dazu. Die Antworten stützen sich auf Ihre Inhalte statt auf frei erfundenes Trainingswissen, das senkt das Risiko von Halluzinationen bei der Auswertung eigener Unterlagen.
  • Podcasts mit 1 bis 4 Sprechern: Aus Ihren Quellen erzeugt Open Notebook einen gesprochenen Dialog. Anders als bei NotebookLM legen Sie die Zahl der Stimmen (1 bis 4) und das Format über eigene Episodenprofile selbst fest, etwa ein Interview oder eine Diskussion mehrerer Rollen.
  • Freie Modellwahl über 18 Anbieter: OpenAI, Anthropic, Google, Mistral, DeepSeek und viele weitere lassen sich anbinden, ebenso lokale Modelle und jeder OpenAI-kompatible Endpunkt. So entscheiden Sie selbst, ob Daten in eine Cloud gehen oder vollständig im eigenen Unternehmen bleiben.
  • Volltext- und Vektorsuche: Über alle Quellen hinweg suchen Sie wahlweise nach exakten Begriffen oder nach Bedeutung. Bei umfangreichen Dokumentensammlungen finden Sie so auch Stellen, an die Sie sich nur sinngemäß erinnern.
  • Transformationen: Wiederkehrende Auswertungen wie Zusammenfassungen, Kernaussagen oder Gliederungen lassen sich als eigene Vorlagen speichern und auf jede neue Quelle anwenden. Das spart Zeit bei gleichartigen Dokumenten.
  • REST-API: Open Notebook bringt eine vollständige Schnittstelle mit, über die sich die Funktionen in eigene Anwendungen und Abläufe einbinden lassen. Praktisch, wenn die Recherche Teil eines größeren Prozesses werden soll.

Preise und Tarife

Open Notebook steht unter der MIT-Lizenz und ist vollständig kostenlos. Es gibt kein Abo und keine offizielle Cloud, das Tool wird ausschließlich selbst betrieben. Kosten entstehen nur durch die Infrastruktur (ein eigener Server oder eine virtuelle Maschine) und durch die KI-Anbieter, die Sie anbinden. Wer lokale Modelle nutzt, zahlt für Chat und Auswertung gar nichts. Eine Ausnahme ist die Podcast-Erzeugung: Für natürlich klingende Stimmen ist in der Regel ein externer Sprachdienst wie ElevenLabs nötig, der nach Nutzung abrechnet.

Für wen ist Open Notebook geeignet?

  • Kanzleien und Behörden mit sensiblen Akten: Wer Verträge, Mandantendaten oder Personalunterlagen auswertet, richtet Open Notebook mit lokalen Modellen so ein, dass die gesamte Auswertung offline auf dem eigenen Server stattfindet. Damit greift auch kein externer Anbieter auf die Akten zu.
  • Unternehmen, die NotebookLM mögen, aber Datenschutz brauchen: Wer das quellenbasierte Arbeiten von NotebookLM schätzt, aber die Google-Cloud nicht nutzen darf, bekommt hier eine sehr ähnliche Arbeitsweise unter eigener Kontrolle.
  • Technische Teams mit eigener Infrastruktur: Wer bereits Docker betreibt und lokale Modelle einsetzt, integriert Open Notebook über die REST-API in bestehende Abläufe und behält die volle Kontrolle über Modelle und Daten.

DSGVO und Datenschutz

Open Notebook wird vollständig selbst gehostet, die Inhalte liegen in einer lokalen SurrealDB-Datenbank auf Ihrem eigenen Server. Wie datenschutzkonform der Betrieb ist, hängt allein von den angebundenen KI-Anbietern ab. Setzen Sie lokale Modelle ein, läuft die gesamte Kette von der hochgeladenen Datei bis zur fertigen Antwort allein auf Ihren eigenen Servern, das eignet sich auch für streng vertrauliche Daten. Binden Sie dagegen Cloud-Dienste wie OpenAI oder Anthropic an, gehen die jeweiligen Inhalte an deren Server, hier gelten dann die Datenschutzbedingungen des Anbieters. Für die Podcast-Stimmen kommt häufig ein externer Sprachdienst hinzu, den Sie bei sensiblen Inhalten gesondert prüfen sollten.

Alternativen zu Open Notebook

  • NotebookLM: Das Original von Google, ausgereifter und ohne eigene Einrichtung nutzbar. Dafür laufen alle Daten über Googles US-Infrastruktur, für sensible Unternehmensdaten in der Standardversion nicht geeignet.
  • AnythingLLM: Ebenfalls selbst gehostet und mit grafischer Oberfläche, breiter als reine Recherche aufgestellt. Stark beim Chat mit eigenen Dokumenten, hat aber keine vergleichbare Podcast-Funktion.
  • R2R: Ein produktionsreifes RAG-System mit Wissensgraphen und Deep Research, eher für Entwickler und größere Wissensdatenbanken. Mehr Funktionen unter der Haube, dafür komplexer einzurichten als Open Notebook.

Vorteile

  • Self-Hosting, Daten bleiben im eigenen Unternehmen
  • Podcasts mit 1 bis 4 Sprechern statt nur 2 wie bei NotebookLM
  • Über 18 KI-Anbieter anbindbar, inklusive lokaler Modelle
  • MIT-Lizenz, keine Einschränkung bei kommerzieller Nutzung

Nachteile

  • Einrichtung über Docker und SurrealDB nötig, kein Klick-und-fertig
  • Podcast-Stimmen brauchen einen externen TTS-Dienst (Kosten)
  • Kleineres Ökosystem und weniger ausgereift als NotebookLM

Anwendungsgebiete

Eigene Dokumente quellenbasiert auswertenPodcasts aus Dokumenten erzeugenNotebookLM datenschutzkonform selbst betreibenRecherche mit lokalen Modellen ohne Cloud