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Dify: KI-Tool Test & Bewertung

4.5
KI-Agenten Freemium Self-hosted kostenlos / Cloud: Sandbox kostenlos, Professional ab $59/Monat, Team ab $159/Monat Hybrid DSGVO-konform Open Source

Dify (133.000 GitHub Stars, Apache-2.0) ist eine Open-Source-Plattform für den Aufbau von KI-Anwendungen. Der visuelle Workflow-Builder kombiniert RAG-Pipelines, LLM-Agenten und Prompt-Management in einer Oberfläche. Über 100 LLM-Anbieter werden unterstützt, darunter OpenAI, Anthropic, Mistral und lokale Modelle via Ollama.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Wenn Sie einen internen Wissens-Chatbot aufbauen, Dokumente durchsuchbar machen oder einen KI-Agenten mit mehreren Tools verbinden möchten, brauchen Sie normalerweise entweder Programmierkenntnisse oder teure Cloud-Dienste. Dify löst dieses Problem mit einem visuellen Builder, der alle Bausteine (Wissensbasis, LLM-Abfragen, Agenten, Ausgaben) per Drag-and-Drop verbindet.

Wichtigste Funktionen

  • Visueller Workflow-Builder: Sie verbinden Knoten auf einem Canvas: Eingaben, LLM-Abfragen, Werkzeuge, Wissensdatenbanken und Ausgaben. Verzweigungen, Schleifen und Variablen sind möglich, ohne eine Zeile Code zu schreiben.
  • RAG-Pipeline eingebaut: Sie laden Dokumente (PDF, DOCX, Webseiten, Notion-Seiten) hoch und Dify erstellt daraus automatisch eine durchsuchbare Wissensbasis mit Vektordatenbank im Hintergrund. Ihr Chatbot kann dann gezielt in diesen Dokumenten suchen.
  • Über 100 LLM-Anbieter: OpenAI, Anthropic, Mistral, Google Gemini, Llama-Modelle oder lokale Modelle via Ollama lassen sich mit einem Klick wechseln. Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden.
  • Agenten mit Tools: Dify-Agenten können auf externe Tools zugreifen: Websuche, Codeausführung, eigene APIs. Über 50 eingebaute Tools und eine Function-Calling-Schnittstelle machen mehrstufige Aufgaben möglich.
  • Fertige Web-App und API: Jede Anwendung bekommt automatisch eine eigene Weboberfläche für Endnutzer und eine REST-API für die Integration in bestehende Systeme.
  • LLMOps und Monitoring: Anfragen, Antwortzeiten und Token-Kosten werden protokolliert. Prompts lassen sich in der integrierten IDE testen und vergleichen, bevor sie in Produktion gehen.

Preise und Tarife

Die Self-Hosted-Version ist komplett kostenlos und ohne Einschränkungen nutzbar. Sie brauchen einen Server mit Docker, die Einrichtung per Docker-Compose ist gut dokumentiert. In der Cloud bietet Dify einen kostenlosen Sandbox-Plan mit 200 Nachrichten zum Ausprobieren. Der Professional-Plan kostet 59 USD pro Monat und enthält 5.000 Nachrichten, bis zu 50 Apps und 5 GB Wissensspeicher. Der Team-Plan kostet 159 USD pro Monat und bietet mehr Nachrichten, mehr Nutzer und erweiterte Rollenkontrollen. Für Bildungseinrichtungen und Studierende ist Dify kostenlos erhältlich.

Für wen ist Dify geeignet?

  • Unternehmen, die einen internen Wissens-Assistenten aufbauen wollen: Sie laden Handbücher, Verfahrensanweisungen oder interne Dokumentationen hoch und erstellen einen Chatbot, den Mitarbeitende ohne Schulung nutzen können. Per Self-Hosting verlassen keine Daten das Unternehmen.
  • Berater und Agenturen, die KI-Anwendungen für Kunden entwickeln und dabei schnell iterieren wollen, ohne für jeden Prototypen eigene Infrastruktur aufzubauen.
  • Entwickler und technische Teams, die eine fertige Plattform als Grundlage nutzen wollen, statt RAG-Pipelines oder Agenten-Frameworks von Grund auf selbst zu bauen.

DSGVO und Datenschutz

Bei Self-Hosting über Docker haben Sie die volle Kontrolle: Dify läuft auf Ihrer eigenen Infrastruktur, alle Daten bleiben in Ihrem Netzwerk. Das ist die DSGVO-konforme Variante und für Unternehmen mit vertraulichen Dokumenten die empfohlene Wahl. Die Cloud-Version auf dify.ai wird auf US-amerikanischen Servern betrieben. Für personenbezogene oder vertrauliche Daten ist die Cloud-Version daher nicht geeignet. Die Einrichtung per Docker-Compose dauert mit einem halbwegs aktuellen Server wenige Minuten.

Alternativen zu Dify

  • Flowise: Ebenfalls Open Source und auf RAG-Anwendungen ausgerichtet. Schlanker als Dify, mit einfacherem Einstieg, aber weniger eingebauten Funktionen.
  • n8n: Wenn Sie neben KI-Workflows auch klassische Prozessautomatisierung (E-Mail, CRM, Datenbanken) brauchen, ist n8n die flexiblere Wahl.
  • AnythingLLM: Eine schlankere Alternative speziell für den Aufbau lokaler Chatbots mit eigener Wissensbasis.

Vorteile

  • Visueller Drag-and-Drop Workflow-Builder ohne Code
  • RAG-Funktionalität eingebaut (PDF, DOCX, Webseiten)
  • Über 100 LLM-Anbieter in einer Plattform
  • Self-Hosting per Docker möglich, volle Datenkontrolle

Nachteile

  • Self-Hosting erfordert technisches Grundwissen (Docker)
  • Cloud-Version auf US-Servern, nicht DSGVO-konform
  • Bei komplexen Workflows steilere Lernkurve

Anwendungsgebiete

Chatbots und interne Wissens-AssistentenRAG-Pipelines aufbauenKI-Agenten mit Tools verknüpfenAutomatisierte WorkflowsLLM-Prototypen schnell testen