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Listmonk – KI-Tool Test & Bewertung

4.0
kommunikation Kostenlos Komplett kostenlos (Self-hosted, AGPL-3.0-Lizenz) Self-Hosted DSGVO-konform Open Source

Listmonk ist eine selbst gehostete Newsletter- und Mailing-Listen-Plattform, die mit einem einzigen Go-Prozess und minimalem Ressourcenverbrauch auch große Verteilerlisten verarbeitet. Anders als Mailchimp, Brevo oder Sendinblue fallen keine monatlichen Gebühren pro Abonnent an. Du brauchst einen eigenen Server mit PostgreSQL und einen SMTP-Dienst deiner Wahl.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2026

Newsletter versenden ohne pro Abonnent zu zahlen: Listmonk macht Schluss mit den Preismodellen von Mailchimp und Co., die mit wachsender Liste immer teurer werden. Das schlanke Go-Programm verarbeitet laut Projektdokumentation über 7 Millionen E-Mails mit weniger als einem CPU-Kern und nur 57 MB Arbeitsspeicher auf dem Spitzenwert. Mit Version v6.0.0 (Januar 2026) kamen Zwei-Faktor-Authentifizierung, OIDC SSO, granulare Importoptionen und bessere Sicherheitsfunktionen hinzu. In Kombination mit einem günstigen SMTP-Dienst wie Amazon SES (ca. $0,10 pro 1.000 E-Mails) entsteht eine professionelle Newsletter-Infrastruktur, die selbst bei großen Listen nur Centbeträge kostet.

Wichtigste Funktionen

  • Drag-and-Drop-Editor: Seit v6.0.0 ist ein visueller E-Mail-Editor integriert. Alternativ stehen HTML-Templates mit Go-Templating-Syntax und ein Richtext-Editor zur Verfügung.
  • SQL-basierte Segmentierung: Empfänger lassen sich über SQL-Abfragen auf Basis von Subscriber-Attributen segmentieren. Das ermöglicht sehr flexible Zielgruppenauswahl ohne externe Segmentierungstools.
  • Transaktionale E-Mail-API: Über /api/tx können E-Mails an einzelne Empfänger ausgelöst werden, die keine Listenmitglieder sind. Nützlich für Passwort-Reset-Mails, Bestellbestätigungen oder Benachrichtigungen aus eigenen Anwendungen.
  • Multi-Threading und Rate Limiting: Der Versand nutzt mehrere parallele Threads und lässt sich auf die Limits des verwendeten SMTP-Anbieters anpassen.
  • Analytics und Tracking: Öffnungsraten, Klicks, Bounces und Abmeldungen werden pro Kampagne getrackt. Aktivitäten sind im Subscriber-Profil sichtbar.
  • OIDC SSO und 2FA: Seit v6 können sich Nutzer per OIDC einloggen, Zwei-Faktor-Authentifizierung via TOTP ist integriert. Granulare Berechtigungen erlauben fein abgestufte Rollen im Team.

Preise und Tarife

Listmonk ist vollständig kostenlos unter der AGPL-3.0-Lizenz. Es gibt keine Bezahlversion, keine Nutzerlimits, keine Beschränkung auf Abonnentenzahlen. Die einzigen Betriebskosten entstehen durch den eigenen Server (ein kleiner VPS reicht für die meisten Deployments) und den gewählten SMTP-Dienst. Amazon SES ist mit $0,10 pro 1.000 E-Mails einer der günstigsten Optionen. Wer die E-Mail-Zustellbarkeit nicht selbst verwalten möchte, kann Listmonk auch mit Diensten wie Brevo oder Postmark als reinen Versand-Relay kombinieren.

Für wen ist Listmonk geeignet?

  • KMU und Selbstständige mit wachsender Newsletter-Liste: Wer bisher bei Mailchimp die monatliche Rechnung im Blick behalten muss, sobald die Abonnentenzahl steigt, bekommt mit Listmonk eine Infrastruktur ohne nutzungsabhängige Kosten.
  • Entwickler und technische Teams: Die REST-API, SQL-Segmentierung und das Webhook-System machen Listmonk zur flexiblen Basis für eigene E-Mail-Infrastrukturen. Transaktionale E-Mails lassen sich aus jeder eigenen Anwendung heraus auslösen.
  • Datenschutzbewusste Unternehmen: Da die komplette Software auf eigenem Server läuft, liegen alle Abonnentendaten im eigenen Rechenzentrum. Kein US-Anbieter hat Zugriff auf Kundendaten.

DSGVO und Datenschutz

Listmonk läuft vollständig auf eigener Infrastruktur. Alle Abonnentendaten, Kampagneninhalte und Tracking-Daten bleiben auf dem eigenen Server. Die AGPL-3.0-Lizenz stellt sicher, dass der Quellcode offen und überprüfbar bleibt. Sicherheitsrelevante Aspekte wie XSS-Prävention in Kampagnenvorschauen wurden in v6 verbessert. Für das Double-Opt-in können eigene Bestätigungs-E-Mails gestaltet werden. Auf dem selbst gehosteten Server trägt der Betreiber die volle Verantwortung für DSGVO-konforme Verarbeitung, was bei richtiger Konfiguration problemlos umsetzbar ist.

Alternativen zu Listmonk

  • Typebot: Für interaktive E-Mail-Formulare und Chatbot-basierte Lead-Generierung, kein Newsletter-Tool im klassischen Sinn.
  • Chatwoot: Wenn neben E-Mail-Marketing auch Kundenkommunikation per Chat, WhatsApp oder Social Media verwaltet werden soll. Andere Kategorie, aber häufig komplementär eingesetzt.

Vorteile

  • Keine Kosten pro Abonnent, keine monatlichen Gebühren
  • Sehr geringe Ressourcenanforderungen, über 7 Millionen E-Mails mit unter einem CPU-Kern möglich
  • Visueller Drag-and-Drop-Editor seit v6, zusätzlich HTML-Templates und Richtext
  • Transaktionale E-Mail-API für automatisierte Einzelnachrichten
  • OIDC SSO, Zwei-Faktor-Authentifizierung und granulare Zugriffsrechte

Nachteile

  • Nur Self-Hosting, keine Cloud-Version verfügbar
  • Kein eingebautes E-Mail-Sending, externer SMTP-Dienst oder eigener Mailserver nötig
  • Kein visueller Flow-Builder für automatisierte E-Mail-Sequenzen (Autoresponder)

Anwendungsgebiete

Newsletter an eigene Abonnentenlisten versendenMailing-Listen verwalten und segmentierenTransaktionale E-Mails über API auslösenE-Mail-Kampagnen erstellen und analysieren

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