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Windsurf: KI-Tool Test & Bewertung

4.0
Coding & Dev Freemium Kostenloser Tarif / Pro rund 17 Euro im Monat / Max rund 172 Euro im Monat / Teams ab rund 69 Euro im Monat plus rund 34 Euro je Vollplatz Cloud

Windsurf startete als Codeium, trägt seit April 2025 seinen heutigen Namen und gehört seit Juli 2025 zu Cognition, der Firma hinter dem Cloud-Agenten Devin. Am 2. Juni 2026 hat Cognition den Editor in Devin Desktop umbenannt und um ein Agenten-Board erweitert, auf dem lokale und Cloud-Agenten nebeneinander laufen. Der Name Windsurf lebt im Plugin für die JetBrains-Umgebungen weiter.

Zuletzt aktualisiert: 5. August 2026

Wer Windsurf heute herunterlädt, bekommt Devin Desktop, seit dem 1. August 2026 in der Fassung 3.6.27. Beim Start öffnet der Editor ein Board, auf dem Sie Aufgaben an Agenten verteilen und deren Zwischenstände verfolgen, und den erzeugten Code prüfen Sie im selben Fenster. Mehrere Aufgaben laufen dabei parallel. Für einen klassischen Editor mit KI-Unterstützung passt Cursor besser.

Wichtigste Funktionen

  • Agenten-Board als Startseite: Das Agent Command Center zeigt lokale und Cloud-Agenten als Karten in Spalten, ähnlich einem Kanban-Board. Sie sehen auf einen Blick den Stand jeder Sitzung, von der laufenden Aufgabe über die Prüfung bis zum offenen Pull Request.
  • Devin Local als Nachfolger von Cascade: Cognition hat den lokalen Agenten in Rust neu geschrieben. Er verbraucht laut Hersteller bis zu 30 % weniger Tokens als Cascade und startet für Teilaufgaben eigene Unteragenten. Cascade lief noch bis zum 1. Juli 2026 parallel weiter, danach hat Devin Local den Editor vollständig übernommen.
  • Spaces für gemeinsamen Kontext: Sitzungen, Pull Requests und Dateien einer Aufgabe liegen in einem Space zusammen. Mehrere Agenten greifen auf denselben Stand zu, ohne dass Sie ihn jedem einzeln erklären.
  • Fremde Agenten über ACP: Über das Agent Client Protocol laufen auch Claude Agent, Codex und OpenCode direkt im Editor und teilen sich dort Dateien und Aufgabenliste. Dazu binden Sie über das Model Context Protocol Werkzeuge wie Figma, Slack, Stripe oder Postgres an.
  • Modellwahl je Anfrage: Neben den Modellen von OpenAI, Anthropic und Google steht das hauseigene SWE-1.7 vom 8. Juli 2026 bereit, das im Schnellmodus rund 1.000 Tokens pro Sekunde ausgibt. Die SWE-Modelle und quelloffene Modelle laufen ohne Anrechnung auf das Kontingent.
  • Windsurf-Plugin für JetBrains: Für 12 JetBrains-Umgebungen, darunter IntelliJ, PyCharm und GoLand, gibt es den Agenten als Plugin. Es trägt weiterhin den Namen Windsurf und arbeitet dort mit Cascade.

Preise und Tarife

Bis März 2026 rechnete Windsurf in Credits ab. Am 19. März 2026 hat Cognition sie durch Kontingente ersetzt, die sich täglich und wöchentlich von selbst auffüllen. Cognition zählt dabei Tokens, also die Textmenge, die ein Modell für eine Anfrage liest und schreibt.

Eine kurze Frage zu 2 Dateien zieht deshalb weniger ab als ein Umbau über die halbe Codebasis, und teure Modelle verbrauchen das Kontingent schneller als leichte. Das Tageskontingent liegt über einem Siebtel des Wochenkontingents, damit an einzelnen Tagen mehr möglich ist. Dasselbe Kontingent gilt für Desktop, Kommandozeile und Cloud-Agent zusammen.

Der kostenlose Tarif hat ein kleines Kontingent und eine eingeschränkte Modellauswahl. Pro kostet rund 17 Euro im Monat (20 US-Dollar) und reicht je nach gewähltem Modell für 7-27 Anfragen am Tag in der teuersten Klasse, 8-101 in der mittleren und 47-190 in der leichten. Max liegt bei rund 172 Euro im Monat (200 US-Dollar) und hebt dieselben drei Klassen auf 42-170, 47-631 und 291-1.190 Anfragen am Tag.

Teams startet mit rund 69 Euro im Monat (80 US-Dollar) Grundgebühr, ein Vollplatz kostet darin rund 34 Euro (40 US-Dollar) und bringt das Pro-Kontingent mit. Den Enterprise-Tarif verhandelt Cognition individuell, dazu kommen Single Sign-on, zentrale Verwaltung und eine eigene Bereitstellung.

Ist das Kontingent aufgebraucht, warten Sie im kostenlosen Tarif auf den nächsten Tages- oder Wochenwechsel. In den Bezahltarifen zahlen Sie nach Verbrauch weiter, zu den Listenpreisen der API des jeweiligen Modells, und eine Obergrenze gibt es dafür nicht. Das Kontingent begrenzt nur die im Tarif enthaltene Menge. Cognition nennt alle Preise netto und in US-Dollar, die deutsche Umsatzsteuer kommt bei der Abrechnung hinzu.

Für wen ist Windsurf geeignet?

  • Teams, die Aufgaben an mehrere Agenten verteilen: Alle laufenden Sitzungen stehen auf dem Board an einer Stelle, und über Spaces teilen sich die Agenten den Stand einer Aufgabe. Sie wechseln dafür nicht mehr zwischen mehreren Terminal-Fenstern.
  • Entwickler, die von VS Code kommen: Erweiterungen, Tastenkürzel und Einstellungen funktionieren weiter, der Umstieg kostet wenig Zeit. Der kostenlose Tarif reicht, um den Agenten an einem eigenen Projekt auszuprobieren.
  • Firmen, die Devin bereits in der Cloud nutzen: Konto und Kontingent gelten für Desktop, Kommandozeile und Cloud-Agent gemeinsam. Eine lokal begonnene Aufgabe übergeben Sie an einen Cloud-Agenten.

DSGVO und Datenschutz

Cognition sitzt in den USA, und der Editor schickt Code und Anfragen an die Server des Unternehmens. Einen europäischen Verarbeitungsort weist Cognition nicht aus. Auch einen Betrieb auf eigener Hardware sehen die Standardtarife nicht vor.

In den Bezahltarifen können Sie in den Datenkontrollen widersprechen, dass Ihre Eingaben zum Training der Modelle genutzt werden. Danach speichern auch die angebundenen Modellanbieter nichts mehr. Ohne diesen Widerspruch ist die Nutzung zum Training der Standard, und im Teams-Tarif kann nur ein Administrator widersprechen. Cognition ist seit März 2024 nach SOC 2 Typ II zertifiziert, einem US-Prüfstandard für Informationssicherheit.

Für Codebasen, in denen Mandanten-, Patienten- oder Beschäftigtendaten stecken, etwa in Testdatensätzen oder Konfigurationsdateien, reicht das nicht aus, weil der Verarbeitungsort offen bleibt. Wir stufen Windsurf deshalb als nicht DSGVO-konform ein. Wer eine belastbare vertragliche Grundlage braucht, muss den Enterprise-Vertrag verhandeln oder auf einen Editor mit lokalem Modell ausweichen.

Alternativen zu Windsurf

  • Cursor: Der etabliertere KI-Code-Editor auf VS-Code-Basis, ebenfalls aus der Cloud. Die Oberfläche bleibt näher am klassischen Editor, dafür fehlt die Verwaltung mehrerer Agenten auf einem Board.
  • Claude Code: Agentisches Coding im Terminal, mit Anbindung an vorhandene Entwicklungsumgebungen. Für Teams interessant, die keinen neuen Editor einführen wollen.
  • GitHub Copilot: Läuft in VS Code, JetBrains und weiteren Umgebungen. Über GitHub Enterprise gibt es vertragliche Optionen für große Organisationen.

Vorteile

  • Agenten-Board für lokale und Cloud-Agenten in einer Oberfläche
  • Devin Local arbeitet laut Cognition bis zu 30 % sparsamer mit Tokens als der Vorgänger Cascade
  • Fremde Agenten wie Claude Agent, Codex und OpenCode laufen über das Agent Client Protocol im selben Editor
  • Auf VS-Code-Basis, vorhandene Erweiterungen und Tastenkürzel funktionieren weiter
  • Hauseigenes SWE-1.7 und quelloffene Modelle zählen nicht gegen das Kontingent

Nachteile

  • Code und Anfragen laufen über Server von Cognition in den USA
  • Kein ausgewiesener EU-Standort, und die Standardtarife erlauben keinen Betrieb auf eigenen Servern
  • Cognition misst die Kontingente in Tokens, der Verbrauch je Anfrage ist vorab schwer abzuschätzen

Anwendungsgebiete

Agentisches Coding mit mehrstufigen AufgabenMehrere Agenten parallel steuernRefactoring über viele DateienCode-Generierung aus Beschreibungen