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Langdock: KI-Tool Test & Bewertung

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KI-Assistenten Kostenpflichtig Business €25/Nutzer/Monat, jährlich €20 / Workflows ab €539/Monat / Enterprise auf Anfrage, alle Beträge netto Cloud

Langdock ist eine Plattform der Langdock GmbH aus Berlin, über die Unternehmen ihren Mitarbeitenden Chat, Agenten und automatisierte Abläufe mit 35 Sprachmodellen von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Mistral und DeepSeek zugänglich machen. Die Anwendung läuft auf Microsoft Azure in Frankfurt am Main, bei 7 der gelisteten Modelle gibt es allerdings nur eine weltweite Bereitstellung ohne feste EU-Region. Ausgerichtet ist sie auf Unternehmen, die KI in der Breite einführen wollen, ohne dafür eine eigene Umgebung zu betreiben.

Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026

Wer ChatGPT, Claude oder Gemini für die ganze Belegschaft freigeben will, steht schnell vor der Frage, wo die Eingaben verarbeitet werden und wer festlegt, was einzelne Mitarbeitende damit tun dürfen. Langdock beantwortet beides über eine eigene Oberfläche, die vor den Modellen sitzt und das vorhandene Benutzerverzeichnis mitnutzt. Administratoren geben frei, welche Modelle, Integrationen und Agenten zur Verfügung stehen, und schalten die Nutzungsauswertung je Arbeitsbereich an oder aus. Eigene Hardware braucht es dafür nicht, wohl aber ein klares Bild davon, welche Modelle im Unternehmen erlaubt sein sollen.

Wichtigste Funktionen

  • Chat mit 35 Modellen: Die Liste reicht von GPT-5.6 und Claude Sonnet 5 über Gemini 3.5 Flash bis zu Llama 3.3, Mistral Large 3 und DeepSeek v3.1. Das Modell wechseln Sie mitten im Gespräch, seit Mai 2026 übernimmt auf Wunsch eine Automatik die Auswahl.
  • Agenten mit Testfällen: Wiederkehrende Aufgaben laufen über Agenten, die auf hinterlegte Dokumente und angebundene Programme zugreifen. Seit Ende Juni 2026 prüfen Sie einen Agenten vor der Freigabe gegen selbst geschriebene Testfälle. Beschreiben können Sie ihn seit Anfang Juli in normaler Sprache, statt ein Formular Feld für Feld auszufüllen.
  • Wissen aus eigenen Dokumenten: Assistenten antworten aus hinterlegten Handbüchern, Richtlinien und Projektunterlagen. Fachleute nennen dieses Verfahren RAG. Mit "Work in Folders" bekommt ein Chat einen Arbeitsordner, aus dem er liest und in den er neue Dateien zurückschreibt.
  • Workflows und geplante Aufgaben: Mehrstufige Abläufe entstehen ohne Programmierung. Eine Eingabe legen Sie außerdem auf einen Zeitplan, etwa täglich für eine Morgenübersicht aus mehreren angebundenen Quellen.
  • 57 Integrationen mit 754 Aktionen: Angebunden sind unter anderem Outlook, Teams, SharePoint, Google Workspace, Salesforce, HubSpot, Personio, Jira, Confluence, Slack und Snowflake, weitere Werkzeuge kommen über MCP dazu, den offenen Standard zur Anbindung von Programmen an KI-Anwendungen. Für Outlook und Excel gibt es seit Juli 2026 eigene Add-ins im Microsoft Marketplace.
  • Regelwerk für Agenten: Das Zusatzpaket Governance prüft jeden Agenten bei jeder Änderung automatisch gegen eigene Vorgaben, mit fertigen Regelvorlagen für die EU-KI-Verordnung und die DSGVO. Einzelne Agenten geben Administratoren frei, markieren sie oder schalten sie ab. Die Benutzerverwaltung läuft über SAML und SCIM, die gängigen Standards für Anmeldung und Kontenabgleich mit dem Firmenverzeichnis.

Preise und Tarife

Der Einstieg läuft über 7 Testtage mit 5 Euro Modellguthaben, ohne Kreditkarte. Danach kostet der Business-Tarif 25 Euro pro Nutzer und Monat, bei jährlicher Zahlung 20 Euro, und deckt bis zu 1.000 Nutzer samt einmaliger Anmeldung, SAML und SCIM ab. Für Vielnutzer gibt es Business Max zu 99 Euro pro Nutzer und Monat mit dem fünffachen Nutzungskontingent.

Workflows buchen Sie getrennt davon je Arbeitsbereich. 2.500 Durchläufe pro Monat sind im Abonnement enthalten, 40.000 Durchläufe kosten 539 Euro und 100.000 Durchläufe 1.199 Euro im Monat. Nicht genutzte Durchläufe verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. Das Governance-Paket ist bis zum 1. Januar 2027 kostenlos und kostet danach 3,50 Euro pro Nutzer und Monat.

Bei der Nutzung über die Schnittstelle zahlen Sie nach Token, bei GPT-5.6 Sol sind das 4,81 Euro je Million Eingabe-Token und 28,88 Euro je Million Ausgabe-Token, bei Claude Opus 4.8 liegen die Werte bei 4,38 und 21,88 Euro. Ab 1.000 Nutzern verhandelt Langdock individuell. Sämtliche Beträge weist Langdock ohne Umsatzsteuer aus, die auf der Rechnung noch hinzukommt.

Für wen ist Langdock geeignet?

  • Unternehmen, die mit Microsoft 365 arbeiten: Outlook und Excel haben seit Juli 2026 eigene Add-ins, SharePoint und Teams hängen als Integration daran. Liegen Ihre Dateien ohnehin dort, ersparen Sie sich den Umzug und behalten die gewohnten Zugriffsrechte, weil Langdock sie aus dem Quellsystem übernimmt.
  • Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdienstleister: In Ausschreibungen und internen Prüfungen zählen ISO 27001 und SOC 2 Type II zu den üblichen Anforderungen. Beides liegt vor, und der Auftragsverarbeitungsvertrag steht in Version 2.0 offen auf der Webseite, ohne Anfrage beim Vertrieb.
  • Organisationen ohne eigene Serverkapazität: Ohne eigenes Team für Betrieb und Wartung einer selbst gehosteten Lösung bekommen Sie hier vergleichbare Funktionen als Abonnement. Im Gegenzug binden Sie sich an einen Anbieter, und ein Wechsel bedeutet, Assistenten und Wissensbasen neu aufzubauen.

DSGVO und Datenschutz

Die Anwendung läuft auf Microsoft Azure in Frankfurt am Main, und Langdock hat für die Azure-Dienste die EU Data Boundary aktiviert, also die vertragliche Zusage von Microsoft, Kundendaten innerhalb der EU zu verarbeiten. Die Langdock GmbH sitzt in Berlin, ist nach ISO 27001 zertifiziert und nach SOC 2 Type II geprüft. Der Auftragsverarbeitungsvertrag liegt in Version 2.0 frei einsehbar auf der Webseite, und zum Training der Modelle nutzt Langdock die Eingaben nicht. Mit OpenAI gilt zusätzlich, dass Anfragen über die Schnittstelle gar nicht erst protokolliert werden, die sonst übliche Aufbewahrung von 30 Tagen entfällt damit.

7 der 35 gelisteten Modelle stellen Microsoft, Google und AWS nur weltweit bereit, darunter GPT-5 Pro, o3 Pro, DeepSeek v3.1 und Llama 4 Maverick. Für diese Modelle kann die Verarbeitung von Anfragen und Antworten laut den Nutzungsbedingungen von Langdock "weltweit, auch außerhalb der EU" stattfinden. Abgesichert ist das über EU-Standardvertragsklauseln und die Zertifizierung der Anbieter unter dem EU-US-Datenschutzrahmen.

Gespeichert bleiben die Inhalte auch in diesem Fall in den EU-Rechenzentren. Um die Verarbeitung in einem Drittland, also außerhalb der EU, auszuschließen, legen Sie im Arbeitsbereich fest, welche Modelle überhaupt freigeschaltet sind.

Deshalb steht die Ampel in dieser Datenbank auf nein. Die Plattform ist in der EU aufgestellt, die Zusage gilt aber nicht für jedes Modell der Liste, und ob Anfragen in ein Drittland gehen, hängt an der Konfiguration des Arbeitsbereichs. Für den Einsatz in deutschen Unternehmen bleibt Langdock trotzdem eine ernsthafte Option, Sie müssen die Modellauswahl nur bewusst einschränken und die Entscheidung dokumentieren.

Eine nur für ein Unternehmen betriebene Instanz gibt es ab 2.000 Nutzern, eine Installation in der eigenen Cloud oder im eigenen Rechenzentrum erst ab 5.000. Alternativ hinterlegen Sie die Schlüssel der Modellanbieter selbst, dann läuft die Abrechnung der Token direkt über den jeweiligen Anbieter.

Alternativen zu Langdock

  • Open WebUI: Open WebUI ist eine kostenlose, quelloffene Oberfläche zum Selbsthosten, bei der Sie die Modellanbindung frei wählen. Dafür brauchen Sie einen eigenen Server und jemanden, der die Aktualisierungen einspielt.
  • LibreChat: LibreChat ist ebenfalls quelloffen und liegt näher an der gewohnten ChatGPT-Bedienung. Die Einrichtung kostet mehr Zeit, und die Zertifizierungen, die Ausschreibungen verlangen, fehlen.
  • Dify: Dify passt, wenn Sie Assistenten und Abläufe selbst bauen wollen. Der Zuschnitt richtet sich stärker an Entwickler. Die Verwaltung von Nutzern und Zugriffsrechten richten Sie selbst ein.

Vorteile

  • Anwendung und gespeicherte Daten in Frankfurt am Main, EU Data Boundary für die Azure-Dienste aktiviert
  • Nach ISO 27001 zertifiziert und nach SOC 2 Type II geprüft, Auftragsverarbeitungsvertrag öffentlich einsehbar
  • 35 Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Mistral und DeepSeek in einer Oberfläche
  • 57 Integrationen mit 754 Aktionen, dazu Add-ins für Outlook und Excel
  • Langdock übernimmt die Zugriffsrechte aus den angebundenen Programmen 1:1
  • Agenten prüfen Sie vor der Freigabe gegen eigene Testfälle

Nachteile

  • 7 der 35 Modelle stehen nur in einer weltweiten Bereitstellung zur Verfügung, die Verarbeitung kann dann außerhalb der EU stattfinden
  • Kein kostenloser Dauertarif, der Test läuft 7 Tage
  • Installation im eigenen Rechenzentrum erst ab 5.000 Nutzern, im Standard liegen die Daten bei Langdock
  • Die Nutzungsbedingungen schließen Hochrisiko-Anwendungen nach der EU-KI-Verordnung aus

Anwendungsgebiete

KI-Einsatz im Team zentral steuernFirmen-Assistenten mit eigenem DokumentenwissenWiederkehrende Abläufe automatisierenChat mit GPT-5.6, Claude Sonnet 5 und Gemini 3.5Agenten vor der Freigabe testen